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Kaiserjäger Alpini Kampf Nadlerspitze Ortler Bormio ´16
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| Abgeschlagener Alpiniangriff im Hochgebirge. Alpini-Angriff auf die Nadlerspitze im Bereich des Stilfser Joch (24. Juli 1916). Großformatige Original - Offsetlithographie von 1916. Nach einer Originalzeichnung von Fritz Neumann. In der Platte signiert. Fritz Neumann, deutscher Maler und Illustrator, geboren 1881, gestorben 1919. Journalausschnitt in der Größe 410 x 305 mm. Mit vertikaler, mittiger Bugfalte. Mit minimalen Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Stichworte: 1.WK, 1. Weltkrieg, Armee, Militär, Truppe, Heer, Soldaten, Kaiserjäger, Tirol, Uniform, Waffen, Gewehre, Karabiner, Bajonett, Österreich-Ungarn, K.u.K., Doppelmonarchie, Donaumonarchie, Südfront, Italien, Gebirgskrieg, Alpenfront, Alpini, Kampf, Schlacht Gefecht, Sturmgepäck, Säbel, Maschinengewehr, Schützengraben, Prad, Ortlergruppe Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!!
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Das Stilfser Joch ist durchgängig asphaltiert und in der Regel zwischen Ende Mai und November für den Verkehr geöffnet. Die Westrampe von Bormio wird meist etwas früher für den Verkehr geöffnet. Während dieser kurzen Öffnungszeit herrscht auf dieser Straße starkes Verkehrsaufkommen, vor allem durch Tourismus- und Freizeitfahrten, was den Naturpark stark belastet. So versammeln sich bei dem „Internationalen Treffen“ in der ersten Juliwoche jedes Jahr dort Hunderte Motorradfahrer. Als höchster Alpenpass gilt der Col de l’Iseran mit 2.770 m. Manchmal wird aber auch der Col de la Bonette in Frankreich mit 2.802 m als höchster Alpenpass gezählt; diese Höhe ist jedoch die Scheitelhöhe der Straße, die nicht zwischen zwei Gipfeln hindurch, sondern westlich um die Cime de la Bonette herum führt, also keine Passstraße ist. Das Gebiet des Stilfser Jochs ist seit 1935 Nationalpark. Geschichte Vorzeit Das Stilfser Joch, benannt nach der Ortschaft Stilfs östlich des Passes, gehörte nie zu den überregional bedeutenden Pässen – im Gegenteil, er stand bis zum Bau der Stilfser-Joch-Straße immer im Schatten des Umbrailpasses. Dieser wurde in früheren Zeiten „Wormser Joch“ genannt, nach der Ortschaft Bormio, zu deutsch Worms. Auch das Stilfser Joch nannte man einst „Wormser Steig“. Wenn auch der damalige Passverkehr über das Stilfser Joch sicher nicht rege war, wurde der Pass sicher doch immer wieder begangen. Funde lassen auf eine Nutzung in der Bronzezeit schließen. Archäologisches Zeugnis für einen Verkehr über das Stilfser Joch scheint eine Kultstätte an den heißen Quellen von Bormio zu bieten. Dort fand man ein Fragment eines Steinreliefs, das eine überlebensgroße Götterfigur mit einem Hörnerhelm, einem Schild und Standarte zeigt. Ihr nähert sich ein Mann mit kurzem Rock und einem Messer am Gürtel, welcher ein Horn bläst. Auch er scheint eine Lanze zu halten, mit einem daran befestigten Schild, vielleicht eine Weihegabe an den Gott. Der Steinfries wurde auf das 5.–4. Jahrhundert v. Chr., also die Eisenzeit, datiert. Zur Zeit der Römer führte ein Saumweg über den Pass, der eine gewisse Bedeutung hatte, da er einen schnellen Zugang und Flankenschutz für die über den Reschenpass führende Via Claudia Augusta bot. Mittelalter Auch das Mittelalter hindurch fand das Stilfser Joch eine gewisse Verwendung, um in der Neuzeit als Passweg selbst von Einheimischen kaum noch genutzt zu werden. Im Dreißigjährigen Krieg, in den zwar fast ganz Europa einbezogen ist, der aber hauptsächlich auf deutschen Boden tobte, wurde das Stilfser Joch mehrfach vom Militär genutzt. Im Jahre 1632 ziehen mailändische Truppen über das Stilfser Joch um den österreichischen Erzherzog Leopold beizustehen. Im nächsten Jahr zog neuerlich ein mailändisches Heer mit 12.000 Soldaten und 1600 Pferden über das Stilfser Joch, während der Herzog von Mailand mit seinen Gefolge den Weg über das Wormser Joch wählte. Und wiederum ein Jahr später zog der spanische Kardinalinfant Don Fernando, der Bruder des spanischen Königs, mit 21.000 spanischen Soldaten über das Stilfser Joch ins Vinschgau. Neuzeit Um die Passverbindungen nach Norden zu verbessern, wollte Bormio im Jahre 1795 einen der alten Wege, die über das Wormser bzw. Stilfser Joch führten, zu einem Karrenweg ausbauen. Aber der Neid der Engadiner, die befürchteten, dass damit der bisherige durch das Engadin führende Handelsverkehr zum Reschen abgelenkt werden würde, verhinderte einen Ausbau. Als im Jahre 1808 Bayern mit italienischen Gebieten einen Handelsvertrag abschließt, kommt es erneut zu Studien zum Bau einer von Bormio nach Norden führenden Passstraße. Neben dem Fraèlepass und dem Wormser Joch, betrafen sie vor allem das Stilfser Joch. Die Planung einer weiteren Straße, die über den Gaviapass und durch das Val di Forno ins Martelltal führen sollte, wurde aufgegeben, da sie zu sehr durch vergletschertes Gebiet geführt hätte. Die Entscheidung fiel auf das Stilfser Joch, ein erstes Projekt einer 2,70 m breiten Straße zwischen Bormio und der Passhöhe wurde entwickelt. Bevor die Planungen über die Passhöhe fortgesetzt werden konnte oder mit den Bau begonnen werden konnte, änderte sich die politische Lage in Europa so sehr, dass es Wichtigeres gab als den Bau einer Handelsstraße.[1] Die moderne Straße Die etwa 50 km lange Straße über das Stilfser Joch wurde von 1820 bis 1826 vom österreichischen Kaiserreich unter der Leitung von Carlo Donegani[2] gebaut, um die Lombardei, die zum Kaiserreich Österreich gehörte, schnellstmöglich mit den anderen Reichsteilen zu verbinden. Im Ersten Weltkrieg verlief zwischen 1915 und 1917 über das Stilfser Joch die Italienfront. Aus dieser Zeit sind dort noch heute Überreste von Stellungsanlagen zu erkennen. Die Straßenführung wurde seit dem Bau kaum verändert. Noch heute besteht die kurvenreiche Nordost-Rampe von Trafoi (1.540 m) aus 48 nummerierten Kehren. Umgebung Südlich des Stilfser Joches beginnt das Ortler-Massiv, mit dem Ortler-Hauptgipfel (3.905 m s.l.m.) als höchste Erhebung. Die ersten Gipfel dieses Massivs sind der 3.095 m hohe, leicht zu ersteigende, jedoch selten begangene Monte Scorluzzo mit umfassender Sicht auf die Passhöhe, die Ortlergruppe, auf den Umbrailpass und ins beginnende Sondrio sowie der schon im Sommerskigebiet befindliche 3.174 m hohe Monte Livrio. Nördlich des Stilfser Joches schließt sich die Dreisprachenspitze (2.843 m) an. Dies ist der Punkt, an dem die drei Regionen Lombardei, Südtirol und der Kanton Graubünden (Schweiz) aufeinander treffen. Lohnend ist eine Fußwanderung beginnend von der Passhöhe auf der nördlichen Talseite parallel oberhalb der Passstraße auf markiertem Bergsteig bis nach Trafoi. (Aus wikipedia). Der Gebirgskrieg 1915–1918 im Ersten Weltkrieg war ein großangelegter Stellungskrieg in gebirgigem Gelände an der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien, und war als Gebirgskrieg in den Alpen in seiner Art einmalig. Vorgeschicht Italien war vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges im sogenannten Dreibund mit Österreich-Ungarn und Deutschland verbündet. 1914 weigerte sich Italien, auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg einzutreten. Als Grund führte Italien an, dass der Dreibund ein Defensivpakt sei. Es bestehe nur eine Bündnispflicht, wenn einer der Bündnispartner angegriffen würde, laut italienischer Ansicht hätten jedoch Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg begonnen und somit bestehe keine Bündnispflicht. Der eigentliche Grund war, dass die Entente von Beginn an Italien Versprechungen machte. In Friaul und Südtirol, sowie im Trentino und in Triest lebten unterschiedlich starke italienische Minderheiten und die Entente versprach diese österreichischen Gebiete Italien im Falle eines Kriegseintrittes auf ihrer Seite. Österreich wies zwar darauf hin, dass mehr Italiener als Minderheit in Frankreich und in der Schweiz lebten, fand damit aber kein Gehör. Ein weiterer Grund dafür war wohl auch, dass Italien Österreich als den vermeintlich schwächeren Gegner betrachtete. So gab es Pläne im italienischen Generalstab, binnen vier Wochen bis nach Wien vorzurücken. Auch die italienische Wirtschaft hatte kein Interesse daran, an der Seite der Mittelmächte zu kämpfen. Die italienische Wirtschaft war sehr abhängig von Rohstoffimporten auf dem Seeweg, diese wären im Falle eines Krieges gegen die Entente blockiert worden. Die italienische Bevölkerung war allerdings keineswegs kriegsbegeistert und musste mittels Propaganda erst motiviert werden. Hier tat sich vor allem der italienische Dichter Gabriele d'Annunzio hervor, der es verstand, antiösterreichische Stimmung zu erzeugen. Auch General Luigi Cadorna gelang es, mit optimistischen Versprechungen und Prognosen das italienische Parlament auf seine Seite zu ziehen. Am 23. Mai 1915 trat Italien trotz des Bündnisses auf Seiten der Entente gegen Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg ein. Italien verfügte bei Kriegsbeginn über ein Heer von 900.000 Mann, das sich in vier Armeen sowie die Karnische Gruppe gliederte. Oberbefehlshaber war General Luigi Cadorna. Der festgelegte Operationsplan sah vor, mit der 2. und 3. Armee über den Fluss Isonzo in Richtung Laibach vorzustoßen, um ein strategisches Zusammenwirken mit dem russischen und serbischen Heer zu ermöglichen. Die Karnische Gruppe sollte Richtung Villach in Kärnten vorstoßen, die 4. Armee Toblach angreifen. Die gegen Südtirol eingesetzte 1. Armee sollte sich defensiv verhalten. Bereits in den ersten Wochen zeigte sich, dass die geplanten Operationsziele völlig unrealistisch waren. General Cadorna war zwar ein gewandter Redner, sein militärisches Geschick stand jedoch in keiner Relation dazu. Die österreichische Grenze war zwar in Erwartung eines italienischen Kriegseintrittes gut befestigt worden, allerdings nur mit schwachen Landsturmeinheiten besetzt. Für manche Frontabschnitte waren zu Beginn überhaupt keine k.u.k. Truppen verfügbar. Hier marschierten Freiwillige nachts von Gipfel zu Gipfel und täuschten durch viele Fackeln eine stärkere Besetzung vor. General Cadorna scheute jedes Risiko wie auch eine rasche Offensive. Die Österreicher brachten ihrerseits schließlich Verstärkung von der serbischen und russischen Front an die italienische Grenze und schafften es so, bereits nach zwei Wochen eine geschlossene Verteidigung zu organisieren. Der deutsche Verbündete griff der Donaumonarchie unter die Arme: das neuaufgestellte Alpenkorps wurde noch im Mai 1915 nach Südtirol verlegt und blieb dort bis in den Herbst. Deutschland war allerdings erst seit August 1916 formell mit Italien im Kriegszustand. Das gebirgige Gelände stand einem schnellen italienischen Vormarsch entgegen und begünstigte die Verteidiger zusätzlich. Der Kriegsschauplatz Die Front befand sich zum größten Teil in gebirgigem Gelände und stellte somit besondere Anforderungen an die Kriegsführung (vgl. Gebirgskrieg). So musste buchstäblich jede Wasserflasche und jedes Stück Feuerholz von Maultieren in die Stellungen transportiert werden. Da ab dem Winter 1916/17 die Pferde und Maultiere auf Grund von Futtermangel kaum noch leistungsfähig waren, wurden diese mehr und mehr durch elektrisch betriebene Seilbahnen bzw. Zugverbindungen ersetzt. Die kürzeste Verbindung nach Kärnten bzw. ins nördliche Slowenien wurden außerdem durch noch in der napoleonischen Zeit errichtete Forts (z.B. Fort Herrmann oder Herrmannswerk) versperrt. Der österreichisch-ungarischen Armeeführung war jedoch bewusst, dass diese Sperranlagen einem Beschuss mit modernen Artilleriegeschützen nicht standhalten würden. Die Geschütze und Besatzungen dieser Forts waren deshalb noch vor Kriegsausbruch, bis auf eine minimale Restmannschaft, die eine Vollbesetzung vortäuschte, abgezogen worden. Die italienischen Truppen wurden vor diesen Forts gestoppt und die italienische Artillerie schoss die Forts nieder, was der österreichischen Armee die Zeit verschaffte, die sie zum Aufbau ihrer Verteidigungslinien benötigte. Am Isonzo und in Richtung Triest war das Gelände eher hügelig und verkarstet und somit offen für Großangriffe. Demzufolge konzentrierten sich die italienischen Angriffe immer wieder in diesem Abschnitt. Vor allem die einzigen zwei österreichischen Brückenköpfe westlich des Isonzo, bei Tolmein und bei Görz, wurden immer wieder angegriffen. Hier zeigte sich jedoch das mangelnde militärische Geschick Cadornas. General Cadorna hatte zu Beginn eine konservative, veraltete Kriegsführung bei Angriffen seiner Soldaten. So gingen seine Soldaten dicht gedrängt und gestaffelt vor, was alle anderen kriegsführenden Länder wegen der außerordentlich hohen Verluste, die diese Taktik durch gegnerische Maschinengewehre forderte, längst vermieden. Die österreichischen Verteidiger fügten so einzelnen italienischen Kompanien in den Anfangstagen hohe Verluste (bis 90 %) zu. Außerdem war Cadorna zu zögerlich und verschenkte so des Öfteren bereits erkämpfte Anfangserfolge. Beide Seiten hatten aufgrund der ungeheuren Strapazen und Entbehrungen mit Disziplinproblemen bis hin zur Desertion zu kämpfen. In der k.u.k. Armee waren italienische und tschechische Einheiten stark betroffen. Der Nationalismus und die Propagierung eines eigenen tschechischen Nationalstaats durch die Entente begann Wirkung zu zeigen. Die schlechte Versorgungslage der k.u.k. Einheiten tat ein Übriges, um die Moral zu senken. Bei den italienischen Einheiten war oft der noch heute existierende Unterschied zwischen den Nord- und Süditalienern Grund für das Überlaufen zum Feind. Süditaliener betrachteten den Krieg häufig als einen sie nichts angehenden Krieg „Roms und des Nordens“. Besondere Gefahren drohten den Soldaten beider Seiten nicht nur vom Feind, sondern auch aus der Natur. Teilweise kamen mehr Soldaten durch Lawinen, Felsstürze und sonstige Unfälle ums Leben als durch feindlichen Beschuss. Aufgrund des schwierigen Geländes wurde auch wieder auf den Minenkrieg zurückgegriffen, wobei feindliche Stellungen, zum Teil sogar ganze Berggipfel, untergraben und in die Luft gesprengt wurden. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Col di Lana. Schlachten Während in den Dolomiten eher Halteschlachten geschlagen wurden, fanden die wesentlichen Ereignisse in den Karnischen und Julischen Alpen statt. Hierbei ragten besonders die Isonzo- und Piaveschlachten heraus. Erst nach dem erfolgreichen Feldzug gegen Serbien im Herbst 1915 ergab sich für Österreich eine Möglichkeit, gegen Italien offensiv zu werden. Geplant war eine Offensive von zwei österreichischen Armeen, ausgehend von der Hochfläche von Lavarone in Richtung Venedig. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse konnte der Angriff jedoch erst am 15. Mai 1916 beginnen, wodurch der Überraschungseffekt verloren ging. Trotz des schwierigen Geländes erzielte die Offensive Anfangserfolge, lief sich jedoch bald fest. Die Anfang Juni 1916 einsetzende russische Brussilow-Offensive zwang die Österreicher endgültig zum Einstellen des Angriffes. Die österreichische Frühjahrsoffensive 1916 auf dem Gebiet der Sieben Gemeinden blieb erfolglos. Lediglich an der Kärntner und Isonzo-Front gelang es, den Stellungskrieg in den Bewegungskrieg zu überführen. Die 12. Isonzo-Schlacht im Herbst 1917 führte zum Zusammenbruch der italienischen Dolomitenfront im Hochgebirge, ein Erfolg, der nicht ausgenutzt werden konnte. Die Gebirgsfront bestand zwischen dem Stilfser Joch und dem Piave bis 1918 weiter. Der südliche Abschnitt der österreichischen Gebirgsfront brach Ende Oktober 1918 nach der Schlacht von Vittorio Veneto zusammen. (Aus wikipedia). Die Kaiserjäger waren vier Infanterieregimenter der k.u.k. Armee, die sich während des ersten Weltkrieges besonders durch ihre hohe Kampfkraft an der Ost- und Südwestfront auszeichnete. Bekannt ist der Name bis heute durch die gleichnamige Musikkapelle und den „Kaiserjägermarsch“. Gliederung Aufgestellt wurden die vier Regimenter 1895 wie folgt: Das 1. Regiment mit Stab / II. / III. und IV. Bataillon in Innsbruck, das I. Bataillon in Bregenz Das 2. Regiment mit Stab / I. / II. und IV. Bataillon in Wien, das III. Bataillon in Brixen Das 3. Regiment mit Stab / III. und IV. Bataillon in Trient, I. Bataillon in Riva und II. Bataillon in Rovereto Das 4. Regiment mit Stab / II. / III. und IV. Bataillon in Linz, das I. Bataillon in Hall i. Tirol Bedingt durch das, in Österreich-Ungarn übliche häufige Wechseln der Garnisonen, lagen die Einheiten (offizielles Kürzel: TJR = Tiroler Jäger Regiment) 1914 in den folgenden Städten der drei Tiroler Landesteile (Süd- Nord- Welschtirol/Trentino) in Garnison: 1.Regiment Kommandeur: Oberst Guido Novak von Arienti Stab / III. Bataillon in Levico IV. Bataillon in Innsbruck 2.Regiment Kommandeur: Oberst Alexander Brosch von Aarenau Stab / I. / II. Bataillon in Bozen III. Bataillon in Meran IV. Bataillon in Brixen 3.Regiment Kommandeur: Oberst Heinrich Vonbank Stab / II. / III. Bataillon in Rovereto (Rofreit) I. Bataillon in Riva IV. Bataillon in Trient 4.Regiment Kommandeur: Oberst Ernst Dietrich Stab / III. Bataillon in Trient I. Bataillon in Mezzolombardo (Welschmetz) II. Bataillon in Mezzocorona (Kronmetz) IV. Bataillon in Hall i. Kampfeinsätze Die auf dem Bild ersichtlichen Orden und Kampfeinsätze eines Zugsführers der Kaiserjäger zeugen davon, was diese Männer leisten mussten: in Galizien in den Karpathen am Col di Lana am Monte Piano auf der Hochfläche der sieben Gemeinden (Lafraun/Lavarone) am Monte Pasubio in den Sextener Dolomiten am Ortler auf der Hohen Schneid (Ortler Massiv) am Tonale Pass (Adamello - Presanella Massiv) an der Cima Presena (Adamello - Presanella Massiv) und an der Busazza (Adamello - Presanella Massiv) Dafür wurde er mit den folgenden Orden ausgezeichnet: Die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse die bronzene Tapferkeitsmedaille das Karl-Truppenkreuz die Verwundetenmedaille für 1malige Verwundung (am 20. September 1918 am Zigolon - Adamello-Presanella) die Ehrenmedaille des Landes Tirol an seine Verteidiger Ein hoher Prozentsatz (ca 40%) der Kaiserjäger bestanden aus Trientinern (sog. Welschtirolern). Der Rest setzte sich nicht nur aus Tirolern, sondern auch aus Angehörigen der gesamten Monarchie zusammen. Trotz der vielen italienischsprachigen Jäger, kam es bei den Kämpfen gegen das Königreich Italien zu so gut wie keinerlei Desertationen - im Gegenteil, über die Welschtiroler konnte man nichts negatives berichten. Wegen möglicher Unruhen in der tschechischen Provinz, verlegte man das 2. TJR im Jahre 1916 mit Garnison (bzw. dem Ersatzbataillonskader) nach Beneschau in Böhmen. Große Verluste erlitten die Kaiserjäger während des Feldzuges in Galizien, als der größte Teil des gut ausgebildeten Friedenspersonals regelrecht aufgeopfert wurde. In der Schlacht von Gorlice-Tarnow verlor das 2. Regiment fast 80 % an Gefallenen, Verwundeten, Vermissten - am 2. und 3. Mai 1915 allein 26 Offiziere, sowie über 600 Unteroffiziere und Mannschaften. Das 4. Regiment verliert an diesen beiden Tagen 1300 Mann. Oft werden die Kaiserjäger mit den Tiroler Kaiserschützen verwechselt, die der k.k. Landwehr angehörten, und ebenso Teil der regulären Streitkräfte Österreich-Ungarns waren. Die Verwechslung entsprang dem Dekret vom April 1917, in dem Kaiser Karl I. den Tiroler Landesschützen den Titel Kaiserschützen verlieh, ob in Anerkennung ihrer Taten während der bisherigen Feldzüge oder aus welchens sonstigen Gründen auch immer, ist nicht bekannt. Die Kaiserjäger waren reguläre Infanterie, die jedoch ohne alpine Erfahrung im Jahre 1915 an die Hochgebirgsfront verlegt wurde. Auch die Tiroler Standschützen wurden nach der Kriegserklärung Italiens am 23. Mai 1915 an Österreich aufgeboten. Die regulären Truppen waren zu dieser Zeit im Galizien gegen Russland im Einsatz. Die Südgrenze Österreichs war entblösst. Ca. 30.000 Schützen, Mitglieder der örtlichen Schützenkompanien, besetzten als Erste die hohen Grenzberge und verteidigten diese erfolgreich, bis zum Eintreffen der Kaiserjäger und Landesschützen gegen die Italienische Armee. Ohne dem raschen Eingreifen der Tiroler Standschützen hätte die Italienische Armee Tirol im Handstreich eingenommen. Die Gruppierung der Standschützen geht ebenfalls auf das Landlibell von 1511 zurück, das den Tirolern gestattet ihr Land im Kriegsfall selbst zu verteidigen. Die Grundlage dieses Landlibells, die Waffenfreiheit aller Tiroler, konnte Kaiser Maximilian I nur in einem Land wagen, das keine Leibeigenen kannte, wo vom Ritter bis zum Bauernknecht jeder ein freier Mann war. Das Landlibell hatte bis 1918 Gültigkeit. Die „Tiroler Kaiserjäger“ erwarben sich 1916 bis 1918 den Ruf hoher Tapferkeit und Ausdauer im Süden Tirols und den angrenzenden Regionen. Der Abwehrkampf gegen die Entente und Italien musste dort - ähnlich wie 1809 - teilweise lokal geführt werden, weil der Großteil der Armee an anderen Fronten gebunden war. Die Kaiserjäger bildeten meistens kleine Gruppen: hochalpine Detachements, Bergführerkompanien und besonders Streifkompanien (im alpinen Gelände sehr bewegliche Hochalpin-Soldaten). Geschichte Mit dem 16. Januar 1816 - dieser Tag wird als Geburtstag der Kaiserjäger gefeiert - begann die Aufstellung des Regiments mit den Namen „Tiroler Kaiserjäger“. Die Soldaten dieses Regimentes in der Stärke von 5000 rekrutierten sich durch die Konskription, - bis zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1868 wurde die Stellung durch Los bestimmt - weiterhin durch die Übernahme von 1400 Mann aus dem ehemaligen Fennerjägerkorps, dem Vorläufer der Kaiserjäger, und von 600 Tiroler Soldaten, welche nach Ende der napoleonischen Kriege wieder in die Heimat zurückkehrten. Betrug die Dienstzeit anfangs 12 Jahre, verringerte sich diese später von 8 auf 6 Jahre, wobei die Bezahlung der Soldaten angemessen war. Regimentsinhaber war der Kaiser persönlich, Zweitinhaber sowie die Kommandanten wurden durch ihn persönlich ernannt. Das Regiment - ursprünglich aus sechs Bataillonen gebildet - zählte im Jahr 1894 bereits 16 Bataillone. Hauptergänzungsländer blieben Tirol und Vorarlberg. Ein Jahr später - am 1. Mai 1895 - wurde aus den 16 Bataillonen des „Tiroler Jägerregiments Kaiser Franz Joseph“ die Errichtung von 4 Regimenter angeordnet. Die neu aufgestellten Regimenter erhielten die Bezeichnung Kaiserliches und königliches 1, 2, 3, und 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger. Im Ersten Weltkrieg setzte die österreichische Generalität die Kaiserjäger im Schwergewicht ein. Feldmarschall Svetozar Boroëvić von Bojna, Kommandant der Isonzoarmee 1915 sagte über die Kaiserjäger: „In meiner mehr als 40 jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg haben will.“ Leistungen der Kaiserjäger sind die Erstürmung des Casina Fersada am 23. Februar 1849, der Sturm auf das Dorf Pregasina am 16. Juni 1848, das Nachtgefecht in Volta am 26. Juni 1848, die Eroberung einer französischen Kanone am 4. Juni 1859 in Magenta, die Erstürmung von Oliosi am 24. Juni 1866, der Sturm auf die Insurgentenstellung im Kremenac am 21. Oktober 1878 während der Okkupation von Bosnien und der Herzegowina. Im Sinne der Traditionspflege hat der im Jahr 2000 in die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt eingetretene Jahrgang sich den Namen Kaiserjäger gegeben. Im Jahr 2004 wurden die 82 Berufsoffiziere des Jahrgangs Kaiserjäger in das österreichische Bundesheer übernommen. (Aus wikipedia). Als Alpini bezeichnet man die italienischen Gebirgsjäger, die als die älteste Gebirgsjägertruppe der Welt gelten. Nicht zu verwechseln sind sie mit den "Alpenjägern", einer Freischartruppe, die während des Risorgimento 1859 unter Garibaldi kämpfte und 1861 in die italienische Linieninfanterie eingegliedert wurde. Geschichte Gründung 1872 1872 wurden zunächst 15 Alpinikompanien zur Verteidigung der Alpengrenze aufgestellt. 1878 bestanden bereits 10 Bataillone, ab 1882 wurden die ersten Regimenter gebildet. Im Gegensatz zur "Linieninfanterie" wurden die Alpini lokal rekrutiert, was nachhaltigen Einfluss auf ihren Korpsgeist und ihre Leistungsfähigkeit hatte. Die (traditionellen 8 bzw. 9) Alpini-Regimenter bzw. die Alpini-Bataillone sind bis heute fest mit ihren Stationierungsgebieten verwurzelt. Erster Weltkrieg Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges gab es 50 Bataillone, welche im Verlaufe des Krieges auf 88 erhöht wurden. Die Alpini operierten dem Gelände und den hochalpinen Schwierigkeiten entsprechend in Form kleiner Angriffstruppen. Doch obwohl sie einige siegreiche Gefechte durchführten, konnten sie keinen Durchbruch im Alpenraum erkämpfen. Berühmt ist das Alpini-Skibataillon am Adamello, doch auch bei den Isonzo- und Piaveschlachten wurden Alpini-Regimenter eingesetzt. Zweiter Weltkrieg Im Zweiten Weltkrieg schlugen sich die in Alpini-Divisionen organisierten Alpini-Regimenter im Gegensatz zu den meisten anderen italienischen Verbänden trotz der oft tragischen Umstände recht gut. Im desaströsen Feldzug gegen Griechenland zeichnete sich die Alpini-Division "Julia" (Friaul, Julische Alpen) besonders aus. Auf Wunsch Mussolinis wurde 1942 ein ganzes Alpini-Armeekorps als Teil der ARMIR Armee in die russische Steppe geschickt, wo es Anfang 1943 in einer Kesselschlacht am Don von der Roten Armee von den eigenen Linien abgeschnitten wurde und bei starkem Frost zwei Wochen hinter der Front kämpfte, bis es sich, stark dezimiert, wieder deutschen Truppen anschliessen konnte. 1945-1991 In der Nachkriegszeit wurden fünf Alpini-Brigaden aufgestellt (z.T mit den alten Divisionsnamen: "Taurinense" (Turin), "Orobica" (Meran), "Tridentina" (Brixen), "Cadore" (Belluno) und "Julia" (Udine) und dem IV. (Alpini-)Korps (Bozen) unterstellt. Die Alpini-Brigade "Taurinense" stellte lange Jahre der NATO ein Bataillon für die "Allied Mobile Force - Land" (AMF-L) zur Verfügung, das häufig in Norwegen übte. Seit 1991 [Bearbeiten] Ab 1991 verloren die Alpini nach und nach einige ihrer Brigaden, zunächst die "Orobica" in Meran, dann die "Cadore" in Belluno. Alle Alpini-Regimenter haben nur noch Bataillonsstärke. Im Zug der Abschaffung der Wehrpflicht und der Verkleinerung der italienischen Streitkräfte blieben nur mehr zwei Brigaden übrig, die "Taurinense" in Turin (2., 3. und 9. Alpini-Regiment) und die "Julia" in Udine (5., 7., und 8. Alpini-Regiment). In Südtirol verbleiben neben dem 5. Alpini-Regiment in Sterzing ("Julia"-Brigade) nur noch das 6. Regiment (teilaktiver Ausbildungsverband, betreut die Übungsplätze im Pustertal), sowie das den Spezialkräften zugeordnete 4. Alpini-Fallschirmjägerregiment in Bozen. Ebenfalls in Bozen (Gries-Quirein) befindet sich das Gebirgstruppenkommando (Comando Truppe Alpine) mit dem für Auslandseinsätze vorgesehenen Divisionsstab "Tridentina". Neben einigen anderen Ausbildung- und Unterstützungsverbänden untersteht dem Kommando in Bozen auch das Gebirgs- und Winterkampfausbildungszentrum in Aosta. (Stand 2005) Alpini in der Berufsarmee Seit Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2005 können sich Freiwillige (Mannschaften) zunächst für eine einjährige Dienstzeit verpflichten und dann ggf. um weitere vier Jahre verlängern. Die "Professionalisierung" der italienischen Streitkräfte brachte zunächst Probleme für die Alpini mit sich, da nicht genügend Freiwillige aus den Alpentälern zur Verfügung standen. Die Regelung, nach der Bewerber nur dann zu den Carabinieri und zu anderen Polizei- und Zivilschutzkräften zugelassen werden, wenn sie sich zuvor "freiwillig" bei der Armee verpflichten brachte Abhilfe, wie auch eine "Soldzulage" für die Gebirgstruppen. Von vielen ehemaligen Angehörigen der Alpini wird heute beklagt, dass die neuen Bewerber nicht mehr vorwiegend aus Norditalien kommen und somit der traditionelle Korpsgeist ausgehöhlt werde. Durch die ständigen Auslandseinsätze mit ihren oftmals eher polizeiähnlichen Anforderungen werde auch der eigentliche Charakter der Alpini als Hochgebirgstruppe immer mehr verwischt und de facto letztlich eine beliebige leichte Infanterietruppe geschaffen. Andere verweisen darauf, dass diese Argumente vorwiegend von der einflussreichen Associazione Nazionale Alpini vorgebracht werden, weil diese um ihre Basis fürchte. Das Militär und auch die Alpini müssten den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden und die Ausbildungspraxis zeige, dass man nicht als Gebirgsjäger geboren werde, sondern die Ausbildung über den Wert der Truppe entscheide. Die Ausbildung habe sich nach dem Ende des Kalten Krieges an der neuen asymmetrischen Bedrohungslage auszurichten. |
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