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orig. Foto Klaus Kinski Wallace Krimi „Der Rächer“ Drehpause ARRI München 1960

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Letzte Aktualisierung am 12. Dez. 2012 20:06:36 MEZ Alle Änderungen anzeigen

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Klaus Kinski während einer Drehpaus zu dem Edgar Wallace-Krimi „Der Rächer“ in den ARRI Filmateliers in München.

 

100% Original Foto aus dem Jahr 1960.

Unveröffentlichtes Bild aus dem Produktionsalbum!!!

 

Nach einer Aufnahme des Standfotografen Michael Marszalek.

Größe: 174 x 120 mm.

Size: 5 x 7 inches.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, auf der Rückseite mit Kleberesten, sonst sehr guter Zustand.

 

Von hervorragender Bild-Qualität – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein späterer Abzug, kein Repro, kein Nachdruck!!!

Besichtigung jederzeit möglich.

 

100% guarantee of authenticity - not a later print, not a reproduction, not a reprint!

Visit any time.

 

Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!!

 

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Das Original-Foto wird als Sammlerstück verkauft  - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!!

 

Photo is sold as a collector's item only and no copyrights are being sold here.

 

 

 

Versand nur als versichertes Paket.

Vorzugsweise auch Lieferung durch persönliche Übergabe (Lieferung durch Verkäufer oder Abholung durch Käufer) möglich.

 

 

 

 

 

 

Stichworte: 60er – Jahre, Sixties, Sechziger Jahre, Fotografie, Photographie, Lichtbild, Vintage Print, Silbergelatineabzug, silver gelatine print, Bromsilber, Silver bromide, Porträtfotografie, Kunst, Künstler, Schauspieler, Darsteller, Film, Kino, movie, cinema, Standfoto, Kunstgeschichte, Kulturgeschichte, Literatur-Verfilmung

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Versand ausschließlich per Einschreiben.

Zu Rückgabe und AGB bitte mich-Seite beachten. Die dort hinterlegten Informationen sind verbindlicher Bestandteil dieses Angebots/dieser Artikelbeschreibung!

 

Historische Informationen zum Artikel:

 

Michael Marszalek (* 4. März 1930) ist ein deutscher Kameramann.

Der Sohn des Dirigenten und Komponisten Franz Marszalek ließ sich zum Fotografen ausbilden und war als Standfotograf an mehreren Filmen beteiligt. Darunter waren 1957 Anders als du und ich und 1960 der Edgar-Wallace-Film Der Rächer.

Marszalek arbeitete ab 1961 als Kameramann und zwar primär als Fernsehkameramann. Bei vielen Episoden bekannter Fernsehserien wie Tatort, Drei Damen vom Grill, Detektivbüro Roth und Gute Zeiten, schlechte Zeiten stand er hinter der Kamera. Beim Film wurde er wiederholt bei einigen der zu ihrer Zeit populären Aufklärungs- und Report-Filmen eingesetzt. Später betätigte sich Marszalek auch als CD-Produzent.

Filmografie

1963: Der Unsichtbare

1965-70: John Klings Abenteuer (Fernsehserie)

1966: Brille und Bombe: Bei uns liegen Sie richtig!

1966: Lieblinge unserer Eltern: Henny Porten (TV)

1967: Die goldene Pille

1967: Negresco

1967: Heinrich IV. (TV)

1968: Erotik auf der Schulbank

1968: Eva

1968: Willst Du ewig Jungfrau bleiben?

1970: Birdie

1970: Berlin Affair (TV)

1972: Gelobt sei, was hart macht

1972: Heute hau'n wir auf die Pauke

1973: Liebe zwischen Tür und Angel  1973: Tanzstunden-Report

1973: Bettkanonen

1973: Algebra um acht (Fernsehserie)

1973: Bademeister-Report

1974: Unter einem Dach (Fernsehserie)

1974: Ach jodel mir noch einen

1978: H.s Sohn (H.'s Son)

1978: Zwei tolle Käfer räumen auf

1983: Wie war das damals (TV)

1983: Jakob und Adele (Fernsehserie)

1985: Didi – Der Untermieter (Fernsehserie)

1986: Sarah

1988: Neapel sehen und erben (TV)

1988: Herbst in Lugano (TV)

 

Klaus Kinski eigentlich Klaus Günter Karl Nakszynski (* 18. Oktober 1926 in Zoppot, Freie Stadt Danzig; † 23. November 1991 in Lagunitas, Kalifornien) war ein deutscher Schauspieler. Er ist der Vater von Nikolai, Pola und Nastassja Kinski. Er war auf die Darstellung psychopathischer und getriebener Charaktere spezialisiert und zählte in diesem Rollenfach auch international zu den gefragtesten Filmschauspielern. Als künstlerisch herausragend gilt seine jahrelange Zusammenarbeit mit dem deutschen Regisseur Werner Herzog, der ihn in Filmen wie Nosferatu – Phantom der Nacht, Aguirre, der Zorn Gottes und Fitzcarraldo besetzte. International bekannt wurde er durch Rollen in Edgar-Wallace-Filmen und Italowestern.

Leben

Kindheit, Jugend und Karrierebeginn

Der Sohn des Apothekers Bruno Nakszynski und dessen Frau, der Krankenschwester Susanne Nakszynski geb. Lutze hatte drei ältere Geschwister; Inge, Arne und Hans-Joachim („Achim“). 1930 zog die Familie nach Berlin und bezog eine Wohnung in der Wartburgstraße 3 in Berlin-Schöneberg. Schon während der Schulzeit musste er nach eigenen Aussagen Geld zum Unterhalt selbst verdienen. Dass Kinski, wie er erwähnte, Schuhputzer, Laufjunge und Leichenwäscher gewesen sei, ist nicht weiter belegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 zu einer Fallschirmjägereinheit eingezogen und geriet an der Westfront in Holland in britische Gefangenschaft. Bereits im Gefangenenlager „Camp 186“ in Berechurch Hall bei Colchester spielte er erste Theaterrollen auf der provisorischen Lagerbühne.

Ab 1946 wirkte Kinski, obwohl er nicht klassisch ausgebildet war, als Schauspieler an prominenten Berliner Bühnen, u. a. an dem von Boleslaw Barlog geleiteten Schlossparktheater. Als er einmal vor Wut die Scheiben des Theaters einschlug, wurde er von Barlog entlassen. Arbeitslos geworden, besuchte Kinski kurz die Schauspielschule von Marlise Ludwig, wo er unter anderem mit Harald Juhnke Szenen aus William Shakespeares Romeo und Julia einstudierte.

Privat unterhielt Kinski auch Beziehungen zu Berliner Halbweltkreisen. Vorübergehend wohnte er bei dem Regisseur, Maler und Bühnenbildner Eduard Matzig in der Berliner Künstlerkolonie am Laubenheimer Platz. Seine erste Filmrolle erhielt er in Morituri, gedreht zwischen September 1947 und Januar 1948. Produzent war Artur Brauner, Regisseur Eugen York. Morituri erzählt von geflohenen KZ-Insassen, die sich vor den deutschen Häschern versteckten. Der Film war umstritten, es gab Drohbriefe und ein Hamburger Kino wurde zertrümmert.

Kinski befand sich im Jahr 1950 für drei Tage in psychiatrischer Behandlung in der Berliner Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, nachdem er eine Ärztin tätlich angegriffen hatte. Dies wurde 2008 durch die datenschutzrechtlich umstrittene Veröffentlichung einer in diesem Jahr gefundenen Akte bekannt. Die Witwe von Klaus Kinski, Minhoi Loanic, erstattete nach der Veröffentlichung Strafanzeige gegen das Berliner Landesarchiv, den Gesundheitskonzern Vivantes und „alle weiteren in Betracht kommenden Personen“.

Ab 1952 wurde Kinski einem stetig wachsenden Publikum als „Ein-Mann-Wanderbühne“ in Berlin, München und Wien bekannt. Er rezitierte auf kleinen Bühnen und um 1960 im großen Berliner Sportpalast Arthur Rimbaud, François Villon, Friedrich Nietzsche, Kurt Tucholsky und das Neue Testament und kam mit Bertolt Brecht sowie der Theaterregie-Ikone Fritz Kortner in Berührung. 1955 verursachte Kinski einen Autounfall, außerdem kam es zu einem Bootsunfall auf dem Starnberger See. Gerichtsverfahren und Strafen schlossen sich an, die finanziellen Folgen belasteten den Schauspieler jahrelang.

Im Sommer 1955 drehte Kinski mit Kortner in Wien den Film Sarajewo. Seine Partnerin war die österreichische Schauspielerin Erika Remberg. Sie verliebten sich während der Dreharbeiten und wurden vorübergehend ein Paar. Zu einem in der Presse vielbeachteten Skandal kam es, als Kinski und Remberg einander vor einem Münchner Freibad küssten. Seine Karriere erlitt in dieser Zeit einen Knick, und er unternahm zwei Selbstmordversuche. Die Bild sprach von der „Tragik des Klaus Kinski“. Sein Kollege O. W. Fischer eilte ans Krankenbett und versprach, ihm eine Rolle in seinem nächsten Film zu verschaffen.

Kinskis Rezitationen, beispielsweise aus Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Brecht, wurden auf über 25 Sprechplatten eingespielt und 2003 als Box-Set „Kinski spricht Werke der Weltliteratur“ mit 20 CDs neu veröffentlicht. Spätestens durch die deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen wurde Kinski dem Kino-Publikum und damit der breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Aufmerksamkeit des internationalen Publikums erregte vor allem seine eindrucksvoll gespielte Nebenrolle in David Leans Doktor Schiwago (1965). Am 20. November 1971 versuchte sich Kinski als Jesus-Rezitator mit einem skandalträchtigen Auftritt in der Berliner Deutschlandhalle mit dem Titel Jesus Christus Erlöser. Nach Zwischenrufen von autoritätskritischen Zuschauern und einem harten Wortgefecht kam es zu einem frühen Abbruch der Veranstaltung und der geplanten Tournee.

Werke

Kinski spielte in Filmen wie Fitzcarraldo, Für ein paar Dollar mehr, Doktor Schiwago, Nosferatu – Phantom der Nacht, Leichen pflastern seinen Weg, in 16 Edgar-Wallace-Filmen und, gemeinsam mit Romy Schneider, in Nachtblende. 1979 erhielt er das Filmband in Gold für den besten Schauspieler Deutschlands. Er erschien aber nicht zur Preisverleihung. Der Film Fitzcarraldo wurde für den „Golden Globe“ nominiert. Kinski spielte auch in mehreren Hollywood-Spielfilmen mit. Unter anderem drehte er mit Jack Lemmon und Walter Matthau den letzten Billy-Wilder-Film Buddy, Buddy. In Little Drummer Girl (Die Libelle) spielte er neben Diane Keaton die Hauptrolle. In The Beauty and the Beast war er Hauptfigur neben Susan Sarandon und Anjelica Huston. Etwas kurios ist seine Rolle in "Herr der Sterne", eine Mischung aus Science Fiction und Märchen, in der er den (ausnahmsweise guten) verrückten Alchemisten spielt. Der Film ist auf der Klaus Kinski Collection zu finden und wurde nur einmal gesendet.

Kinskis Schallplatten verkauften sich weltweit mehrere Millionen Mal. 1983 trat er unter anderem in der Talkshow von David Letterman auf und erschien 1985 im amerikanischen Playboy mit einer Titelgeschichte. Das amerikanische Filmmagazin American Film titelte im Jahr 1982: „Ist Kinski der größte Schauspieler der Welt?“. Sein Buch Kinski Uncut wurde in den USA ein Bestseller.

Mitte der 1980er Jahre drehte er die Action-Filme Codename: Wildgänse und Kommando Leopard mit Lewis Collins in der Hauptrolle. Die beiden Schauspieler kamen aber nicht miteinander klar, sodass im zweiten Film keine einzige Szene mit beiden zusammen gedreht wurde. 1989 stellte er mit Kinski Paganini sein letztes Filmwerk fertig. Nachdem er den Stoff über Jahre hinweg vergeblich Produzenten und Regisseuren angetragen hatte, übernahm er schließlich Regie, Drehbuch, Schnitt und Hauptrolle selbst. Werner Herzog hatte zuvor mit der Begründung abgelehnt, das Drehbuch sei „unverfilmbar“. Nach vereinzelten Aufführungen in Europa anlässlich des Todes Kinskis kam der Film in den späten 1990er Jahren doch noch in die Kinos. Im Jahr 2003 erschien ein DVD-Set, das neben der Kinofassung auch eine variierende Schnittfassung aus Kinskis Nachlass enthält.

Als Synchronsprecher lieh Kinski seine Stimme unter anderem Pavel Kadotschnikow in Sergej Eisensteins Iwan der Schreckliche und Sabu (Die schwarze Narzisse).

Privatleben

Kinski war dreimal verheiratet. 1951 lernte er Gislinde Kühbeck auf dem Schwabinger Fasching in München kennen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Pola heirateten die beiden 1952. Die Ehe wurde 1955 geschieden. Von 1955 bis 1960 lebte er in Wien. Danach siedelte Kinski nach Berlin über und traf dort die 20-jährige Ruth Brigitte Tocki, die in dem Jazzlokal Eierschale auftrat. Sie heirateten 1960. Aus dieser Ehe, die 1968 geschieden wurde, ging die Tochter Nastassja Kinski hervor. Von 1964 bis 1969 lebte Kinski in Rom. Auf einer Party in seiner Villa an der Via Appia lernte er 1969 die 19-jährige vietnamesische Sprachstudentin Minhoï Geneviève Loanic kennen, die er 1971 heiratete. Von 1969 bis 1980 lebte er in Paris. Am 30. Juni 1976 kam der Sohn Nanhoï Nikolai zur Welt. Im Februar 1979 ließen sich Klaus und Minhoï Kinski scheiden. Ende 1980 zog er nach Los Angeles in den Stadtteil Bel Air. Im Frühjahr 1981 kaufte er ein Grundstück in Lagunitas-Forest Knolls, Marin County, und ließ dort ein Haus errichten, in das er einzog. Von 1987 bis 1989 war Kinski mit der italienischen Schauspielerin Debora Caprioglio liiert.

Persönlichkeit

Kinski hatte einen exzentrischen Charakter, der von liebenswürdiger Sanftheit bis zu fürchterlichen Zornesausbrüchen mit wüsten öffentlichen Beschimpfungen reichte. Seine Reifejahre waren von hypochondrischen Befürchtungen geprägt. Zugleich litt er tatsächlich an gesundheitlichen Problemen, die ihm zu schaffen machten. Bei den Dreharbeiten zu Cobra Verde brach er einmal zusammen, später in Südamerika konnte er mehrere Tage lang nicht drehen.

In dem Dokumentarfilm Mein liebster Feind schildert der Regisseur Werner Herzog das Verhältnis zwischen sich und Kinski, mit dem er in seiner Jugend kurze Zeit in derselben Pension gelebt hatte. Herzog berichtet, dass er einerseits von Kinski verachtet und bei Dreharbeiten oft gedemütigt und wüst beschimpft wurde. Andererseits habe sich in ihrem Verhältnis eine kreative und künstlerische Kraft entwickelt, die sich auf ihre gemeinsamen Filme Aguirre, der Zorn Gottes (1972), Nosferatu – Phantom der Nacht (1978), Woyzeck (1978), Fitzcarraldo (1981) und Cobra Verde (1987) übertrug. Herzog beschreibt Kinski auch als außerordentlich fleißigen Schauspieler, der seine Rollen tagelang einstudierte, allerdings auch (oft grundlose) Wutanfälle hatte, insbesondere dann, wenn er den Eindruck hatte, nicht genügend Aufmerksamkeit zu bekommen. In ruhigen Momenten habe Kinski seine harschen Ausbrüche und auch die Skandale als Versuche ausgegeben, Aufmerksamkeit zu erregen.

Besonders heftig verliefen die Auseinandersetzungen zwischen Herzog und Kinski während der Dreharbeiten zu Cobra Verde. Kinski verlangte die Absetzung von Kameramann Thomas Mauch. Herzog gab nach und ließ einen tschechischen Kameramann nach Ghana einfliegen. Herzogs Regie wurde von Kinski heftig kritisiert. An manchen Tagen versuchte Kinski, selbst Regie zu führen. Ein Abbruch der Dreharbeiten konnte verhindert werden.

Oft verkörperte Kinski Schurken und Psychopathen und bestätigte dieses Image durch sein exzentrisches, aggressives Auftreten in der Öffentlichkeit. Bekannt wurde sein Auftritt in der WDR-Talkshow Je später der Abend im Jahr 1977, in der er auf viele Fragen des Moderators Reinhard Münchenhagen nicht einging, ihn aber immer wieder mit „Herr Münchhausen“ anredete und sich mit einem Zuschauer anlegte. Ebenso legendär war die Berliner Vorstellung seiner polarisierenden „Jesus Christus Erlöser“-Bühneninszenierung, in der er Zwischenrufer aus dem Publikum wütend mit „Du dumme Sau“ und „Scheiß-Gesindel“ beschimpfte. Seine von Armut und Verzicht gezeichnete Kindheit und Jugend glich er später durch einen aufwändigen Lebensstil aus. Dennoch oder gerade deswegen übernahm er nach eigener Aussage den größten Teil seiner Rollen aus Geldnot und trat in Produktionen des europäischen Horror- und Softsexfilms der 1970er und des internationalen B-Actionfilms der 1980er Jahre auf.

In einem Interview mit der Zeitschrift Stern erzählte Nikolai Kinski, er habe kein einziges Mal erlebt, dass sein Vater privat je aggressiv oder ausfallend geworden sei, und sagte über ihn: „Mein Vater war privat der sanfteste Mensch, den man sich vorstellen konnte“. Auch Alfred Vohrer und Joachim Fuchsberger, die in den 1960er Jahren häufig mit Kinski gedreht hatten, beschrieben ihn rückblickend als ruhigen und unauffälligen Kollegen mit liebenswürdigen Zügen.

Tod

Kinski starb am 23. November 1991 im Alter von 65 Jahren in seinem Anwesen im kalifornischen Lagunitas an einem Herzproblem.

“Preliminary autopsy results suggested that Mr. Kinski apparently died of natural causes due to a heart problem,' a spokeswoman for the Marin County coroner's office said.”

„Die vorläufigen Ergebnisse der Autopsie ergaben, dass Herr Kinski offenbar eines natürlichen Todes aufgrund eines Herzproblems starb“

– Sprecherin des Büros des amtlichen Leichenbeschauers von Marin County.

Gemäß seinem Wunsch wurde sein Leichnam verbrannt und die verbliebene Asche bei San Francisco in den Pazifik gestreut.

Auszeichnungen

Kinski erhielt mit dem Filmband in Gold 1979 seinen einzigen deutschen Filmpreis für seine darstellerische Leistung in Nosferatu: Phantom der Nacht. Für dieselbe Rolle erhielt er auch einen Darstellerpreis beim Filmfestival von Cartagena. Am 5. Februar 1986 gab der französische Kulturminister Jack Lang die Ernennung Kinskis zum Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres bekannt. Dieser Orden ist eine der höchsten Ehrungen der Republik für einen ausländischen Künstler. Am 12. April 2011 wurde Kinski mit einem Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin geehrt.

Rezeption in der Musik

Klaus is dead, das Debütalbum der deutschen Band Swoons, ist Kinski gewidmet. Die US-amerikanische Band Kinski und die Duisburger Punkband Die Kinskis benannten sich nach dem deutschen Schauspieler, ebenso wie die Formation Hello Kinski aus den USA. Die amerikanische Band Elastic No-No widmete im Jahr 2006 ihrem Idol den Song I am Klaus Kinski. In dem Song Glaubenskrieg der deutschen Band Feindflug werden Samples von Jesus Christus Erlöser verwendet: „Ich bin nicht der offizielle Kirchenjesus, ich bin nicht euer Superstar“. Luke Haines verwertete 2009 das gleiche Zitat. Ebenso wie das deutsche Rap-Duo Pimpulsiv in ihrem Song „Minimal Klaus“ aus dem Album Hepatitis P. Rex Joswig verarbeitet die Rezitation in seinem Stück „Kinski in Dub“. Der Rapper Kool Savas platzierte auf seinem 2010 erschienenen Album „John Bello Story 3“ den Song „Mach doch deinen Scheiss“, in dem viele Kinskizitate eingebaut sind. Das „Jesus-Christus-Erlöser“-Sample wurde des Weiteren im Song „Schlaflied“ der Band Samsas Traum verwendet. Auch lässt die dunkelromantische Musikgruppe Adversus das Stück „Die letzte Glocke“ mit einem Kinski-Zitat beginnen.

Bücher, Filme und Hörspiele über Kinski

Lange Zeit waren, abgesehen von vereinzelten Zeitungsartikeln, Kinskis Autobiografien die einzigen Quellen zu seinem Leben. In den beiden Verkaufsschlagern Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund (erschienen 1975) und Ich brauche Liebe (1991) stellte er sich mit einem Schuss dichterischer Freiheit vor allem als den Libertin und Sexualprotz dar, der er über Jahrzehnte wohl auch tatsächlich war. 1992 erschien Paganini. In den 1980er Jahren veröffentlichte Philippe Setbon ein Buch, das sich vor allem mit Kinskis Filmen beschäftigte, aber auch biografische Details lieferte. 1995 drehte Dagmar Cuntze für den SFB die Dokumentation Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund und sprach dafür mit Kollegen Kinskis (z. B. Brigitte Grothum). 1998 erschien Kinski, Werk der Leidenschaft von Georg Wend, das sich vorrangig den Filmen widmete, jedoch auch neue Informationen zur Person bot. 1999 verarbeitete Werner Herzog erstmals seine Erfahrungen mit Kinski zum Dokumentarfilm Mein liebster Feind, unterhielt sich u. a. mit ehemaligen Mitwirkenden in dessen Filmen und besuchte Schauplätze gemeinsamer Filme. 2001 wurden zum zehnten Todestags Kinskis zwei Ausstellungen organisiert, die mit Buchpublikationen verbunden waren. Für arte und den WDR entstand der Dokumentarfilm Ich bin kein Schauspieler von Christoph Rüter, der auch Kollegen Kinskis zu Wort kommen ließ (z. B. Mario Adorf). 2003 erschien im Brandstätter-Verlag der Bild- und Textband „Ich bin so wie ich bin“, herausgegeben von Peter Reichelt und Ina Brockmann, die auch eine an verschiedenen Orten gezeigte Kinski-Ausstellung organisierten.

Zum 80. Geburtstag Kinskis erschienen 2006 zwei Bücher über den Schauspieler, die neue Seiten ans Tageslicht brachten. Der Wiener Filmwissenschaftler und Kritiker Christian David stellte Kinski. Die Biographie vor, die erste große Biografie, die sich auf rund 450 Seiten detailliert, mit Interviews von Zeitzeugen, Kollegen und Freunden (darunter Bruno Ganz, Peter Berling, Judith Holzmeister, Peter Hajek u. a.) sowie unter Verwendung bisher unbekannter Dokumente und privater Briefe dem Leben und Werk des Schauspielers widmet. Kurz darauf veröffentlichte Kinskis Nachlassverwalter Peter Geyer das Taschenbuch Klaus Kinski, das auf 160 Seiten Leben und Werk zusammenfasst und mit Aufsätzen zum Schaffen des Künstlers sowie Interpretationen von Kinskis Filmen aufwartet.

Im Jahr 2011 produzierten DLF und hr gemeinsam unter Regie von Michael Farin das Hörspiel Klaus Kinski: Um mich herum ist es dunkel – und in mir wächst das Licht. Der Autor Peter Geyer verwendete für den Text ausschließlich Zitate von Klaus Kinski; es sprechen Blixa Bargeld, Ulrich Matthes und Nadeshda Brennicke.

Werke

Filmografie: Kinoproduktionen

1948: Morituri

1951: Entscheidung vor Morgengrauen (Decision Before Dawn) ungenannt

1954: Angst

1954: Ludwig II.

1955: Kinder, Mütter und ein General

1955: Um Thron und Liebe (Sarajewo)

1955: Hanussen

1956: Waldwinter

1956: Geliebte Corinna

1958: Zeit zu leben und Zeit zu sterben (A Time to Love and a Time to Die)

1960: Der Rächer

1960: Verrat auf Befehl (The Counterfeit Traitor)

1961: Die toten Augen von London

1961: Bankraub in der Rue Latour

1961: Das Geheimnis der gelben Narzissen

1961: Die seltsame Gräfin

1962: Das Rätsel der roten Orchidee

1962: Die Tür mit den sieben Schlössern

1962: Der rote Rausch

1962: Das Gasthaus an der Themse

1963: Der Zinker

1963: Die schwarze Kobra

1963: Der schwarze Abt

1963: Das indische Tuch

1963: Scotland Yard jagt Dr. Mabuse

1963: Kali Yug – Die Göttin der Rache

1963: Kali Yug – Aufruhr in Indien

1963: Das Geheimnis der schwarzen Witwe

1963: Piccadilly null Uhr zwölf

1963: Der letzte Ritt nach Santa Cruz

1964: Wartezimmer zum Jenseits

1964: Die Gruft mit dem Rätselschloß

1964: Winnetou 2. Teil

1964: Das Geheimnis der chinesischen Nelke

1964: Das Verrätertor

1964: Unser Mann aus Istanbul (Estambul 65)

1965: Die Goldpuppen (The Pleasure Girls)

1965: Neues vom Hexer

1965: Spione unter sich (Guerre secrète)

1965: Für ein paar Dollar mehr (Per qualche dollaro in più)

1965: Doktor Schiwago (Doctor Zhivago)

1966: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear)

1966: Marrakesch (Our Man in Marrakesh)

1966: Wie tötet man eine Dame?

1966: Gern hab' ich die Frauen gekillt

1966: Töte Amigo (Quien sabe?)

1966: Sumuru, die Tochter des Satans (Sumuru)

1967: Die Pagode zum fünften Schrecken (Five Golden Dragons)

1967: Die blaue Hand

1967: Top Job – Diamantenraub in Rio (Ad ogni costo)

1967: Mit Django kam der Tod (L'uomo, l'orgoglio, la vendetta)

1967: Das Gold von Sam Cooper (Ognuno per sé)

1968: Der Teufelsgarten (Coplan sauve sa peau)

1968: Mister zehn Prozent – Miezen und Moneten

1968: Sartana – Bete um Deinen Tod (Se incontri Sartana prega per la tua morte)

1968: Zwei mal Judas (Due volte Giuda)

1968: A qualsiasi prezzo

1968: Der Bastard (I bastardi)

1968: Leichen pflastern seinen Weg (Il grande silenzio)

1968: Todeskommando Panthersprung (Cinque per L'inferno)

1968: Marquis de Sade: Justine

1969: Paroxismus (Arbeitstitel Black Angel)

1969: Das Gesicht im Dunkeln

1969: Quintero – Das As der Unterwelt (La legge dei gangsters)

1969: Die Leoparden kommen (Il dito nella piaga)

1969: Satan der Rache

1969: Sartana – Töten war sein täglich Brot (Sono Sartana il vostro becchino)

1969: Der Mann mit der Torpedohaut

1969: Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe?

1969: Kugeln tragen keine Unterschrift

1970: Nachts, wenn Dracula erwacht

1970: Spezialkommando Wildgänse (Appuntamento col disonore)

1970: Churchills Leoparden (I leopardi di Churchill)

1970: Die Bestie (La belva)

1970: Adios Companeros (Giù la testa Hombre!)

1970: Das Schloss der blauen Vögel (La bestia uccide a sangue freddo)

1970: Der Mörder des Klans (Prega il morto e ammazza il vivo)

1971: Drei Amen für den Satan (La vendetta è un piatto che si serve)

1971: Dracula im Schloss des Schreckens

1971: 1000 Dollar Kopfgeld (Il venditore di morte)

1971: Das Auge der Spinne (L'occhio del ragno)

1971: Black Killer (Black Killer)

1971: Lo chiamavano King

1971: Für einen Sarg voller Dollars (Per una bara piena di dollari)

1972: Ein Einsamer kehrt zurück (El ritorno di Clint il solitario)

1972: Aguirre, der Zorn Gottes

1973: Die Mörderbestien (La morte sorriso all'assassino)

1973: Die gnadenlose Hand des Gesetzes (La mano spietata della legge)

1973: Der Mann mit der Kugelpeitsche (Il mio nome è Shanghai Joe)

1973: Le amanti del mostro

1973: La mano che nutre la morte

1973: Eroi all'inferno

1974: Zwei durch dick und dünn (Il ritorno di Shanghai Joe)

1974: Spuren auf dem Mond (Le orme)

1974: Geheimnis des Lebens (Lifespan)

1975: Nachtblende (L'important c'est d'aimer)

1975: Nobody ist der Größte (Un genio, due compari, un pollo)

1975: Das Netz

1976: Die Nacht aus Gold (Nuit d'or)

1976: Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London

1976: Madame Claude und ihre Gazellen (Madame Claude)

1977: Operation Thunderbolt (Mivtsa Yonatan)

1977: Der Fall Serrano (Mort d'un pourri)

1977: Zoo zéro

1978: Roland (La chanson de Roland)

1978: Nosferatu – Phantom der Nacht

1979: Woyzeck

1979: Killer Truck (Haine)

1980: Stumme Liebe (La femme enfant)

1980: Schizoid

1981: Die Früchte der Leidenschaft (Les fruits de la passion)

1981: Buddy, Buddy (Buddy Buddy)

1981: Die schwarze Mamba (Venom)

1981: Geld oder Liebe (Love and Money)

1981: Fitzcarraldo

1981: Der Söldner (The Soldier)

1982: Der Android (Android)

1984: Geheimcode: Wildgänse

1984: Diamant des Grauens (Revenge of the Stolen Stars)

1984: Die Libelle (The Little Drummer Girl)

1984: Creature (Titan Find)

1985: Kommando Leopard

1985: Star Knight – Der Herr der Sterne (El caballero del dragón)

1986: Killerhaus (Crawlspace)

1987: Cobra Verde

1987: Nosferatu in Venedig (Nosferatu à Venezia)

1988: Grandi Cacciatori (White Hunter)

1989: Kinski Paganini (Paganini)

2008: Jesus Christus Erlöser

Filmografie (Fernsehproduktionen)

1961: Die Kurve

1963: Die Mondvögel

1973: Occupation

1975: Das Geheimnis des Lebens (Lifespan)

1982: Zeit zu zweit (Dokumentarfilm)

1983: Die Schöne und das Biest (Beauty And The Beast)

1984: Hitchhiker, Episode 2/3: Blut an den Händen

1987: Die Zeitfalle (Timestalkers)

(Aus wikipedia).

 

Der Rächer ist der dritte deutsche Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit und der einzige, den die in Berlin ansässige Kurt-Ulrich-Film produzierte. Der Kriminalfilm, der auf dem Roman Der Rächer (Originaltitel: The Avenger) von Edgar Wallace basiert, wurde von 31. Mai bis 20. Juni 1960 in West-Berlin und München gedreht. Die Uraufführung fand am 5. August 1960 im Turmpalast in Frankfurt am Main statt.

Handlung

Ein offensichtlich geisteskranker Mörder übt an Verbrechern, die mangels Beweisen nicht verurteilt werden konnten, gnadenlose Selbstjustiz. Die Köpfe seiner Opfer schickt er mit einem Begleitschreiben in Kartons verpackt an Scotland Yard. Als ein Beamter des Außenministeriums umgebracht wird, beauftragt Geheimdienstchef Major Staines den fähigen Detektiv Michael Brixan mit gesonderten Nachforschungen. Die erste Spur führt diesen zu einer Filmproduktion bei einem Schloss in der Nähe von Winchester. Dort taucht ein Drehbuch auf, das augenscheinlich mit derselben Maschine getippt wurde wie die Schreiben des 'Rächers'. Der zwielichtige Dramaturg Lorenz Voss will nichts über dessen Herkunft wissen.

Entstehungsgeschichte

Nach dem Start der Edgar-Wallace-Serie durch Rialto Film und Constantin Film mit Der Frosch mit der Maske und Der rote Kreis war noch nicht abzusehen, wie lange der Erfolg der Filmreihe anhalten würde. Der Berliner Filmproduzent Kurt Ulrich, der die Verfilmungsrechte an dem Roman Der Rächer besaß, wollte so schnell wie möglich am Erfolg der Filmreihe teilhaben. Er arrangierte sich nicht mit der Konkurrenz und der Europa-Filmverleih brachte Der Rächer nur 21 Tage vor dem wiederum von Rialto Film hergestellten Wallace-Film Die Bande des Schreckens in die deutschen Kinos. Drehbuchautor Rudolf Katscher (Pseudonym: Rudolf Carter) wirkte bereits am Drehbuch des 1931 gedrehten Edgar-Wallace-Films Der Zinker mit. Karl Anton nahm mit diesem Film Abschied von seiner langjährigen Tätigkeit als Filmregisseur.

Zum ersten Mal entstanden, abgesehen von einigen Archivaufnahmen in London, die Außenaufnahmen eines Edgar-Wallace-Films in West-Berlin (u. a. in der Zitadelle Spandau, am Jagdschloss Glienicke und am Spandauer Tor des Gutshofes Groß Glienicke). Die Innenaufnahmen drehte man im Filmatelier der ARRI in München. Heinz Drache, Klaus Kinski und Siegfried Schürenberg gaben in diesem Film ihr Wallace-Debüt. Später avancierten sie in den Filmen von Rialto/Constantin zu Stars der Serie und standen noch in vier Wallace-Filmen gemeinsam vor der Kamera. Auch Ingrid van Bergen, Rainer Brandt, Friedrich Schoenfelder, Maria Litto, Franz-Otto Krüger, Rainer Penkert und Albert Bessler waren in späteren Wallace-Adaptionen zu sehen.

Der Film wurde von der FSK ohne Schnittauflagen ab 16 Jahren freigegeben und am 5. August 1960 uraufgeführt. Inzwischen ist der Film ab 12 Jahren freigegeben. Bereits zwei Tage vor Ende der Dreharbeiten zu diesem Film begannen die Aufnahmen für den nächsten Wallace-Film Die Bande des Schreckens, der am 25. August 1960 uraufgeführt wurde. Die Besucherzahlen des Films Der Rächer ließen nach dem Start des ungleich härter inszenierten Konkurrenzfilms von Harald Reinl deutlich nach. Mit 2,5 Millionen Besuchern, erfolgreichen Wiederaufführungen und Auslandsverkäufen erwies sich der Film für Kurt Ulrich dennoch als gutes Geschäft.

Kritiken

„Von jener Erzähltechnik des Meisters mit der ellenlangen Zigarettenspitze, der Handlung bewusst Irrlichter aufzusetzen, statt psychologischer Differenzierungen origineller Typen zu zeichnen und mit einer überraschenden ‚Pointe‘ den Leser zu verblüffen, ist nichts geblieben. Statt dessen: staubtrockene Dialoge, synthetisches Gruseln oder vorgefasstes Nierentisch-Gehabe. Lächerlich, wenn am Rande ein Filmteam karikiert wird, so dürfte es allenfalls hier bei den Dreharbeiten zugegangen sein. Und leider: Es ist unmöglich, von diesem Film gefesselt zu sein.“

– Hannoversche Presse, 24. August 1960

„Liegt es am Thema oder am Drehbuch, liegt's an der Regie (Karl Anton) oder an Wallace? - der ‚Rächer‘ jedenfalls gruselt nicht mehr als das Pappdeckelgespenst in der Geisterbahn, und kriminalöse Spannung wird von jedem Halbstarken, der mit dem Moped um die Ecke fährt, besser ‚dargestellt‘.“

– Abendpost (Frankfurt), 11. August 1960

„Dem Frühwerk der Serie fehlen leider der makabre Humor und der Irrwitz späterer Wallace-Werke. Vielleicht lag’s daran, dass Regieveteran Karl Anton und sein Drehbuchautor Komödienspezialisten ohne Krimierfahrung waren und der Film unter hohem Zeitdruck entstand.“

– TV Spielfilm

„Schaurig-schön, aber holprig inszeniert.“

– TV Movie

„Unbeholfener Krimi aus der populären Edgar-Wallace-Serie; reizvoll allenfalls durch die Patina, die der Film inzwischen angesetzt hat.“

– Lexikon des Internationalen Films

„Es ist diesem dritten Film durchaus anzumerken, dass er aus einem anderen Hause stammt. Deutlich ernster sticht ‚Der Rächer‘ heraus und das Drehbuch lässt keinen Platz für eine komische Rolle, wie sie etwa Eddi Arent meist in solchen Filmen spielte.“

– Moviesection.de

(Aus wikipedia).

 

Der Rächer (1960)

Regisseur: Karl Anton

Drehbuchautoren: Edgar Wallace (Roman „The Avenger“), Gustav Kampendonk, Rudolf Katscher

Premierendatum: 5. August 1960 (Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt am Main, Turm-Palast), Finnland 3. November 1961

Auch bekannt als:

Il vendicatore misterioso (Italien)

Le vengeur défie Scotland Yard (Frankreich)

O ekdikitis apeilei tin Scotland Yard (Griechenland)

Pirullista himoa (Finnland)

The Avenger (USA)

Genre: Krimi, Horror, Mystery

Handlung:

Der "Rächer" hat wieder zugeschlagen, ein grausamer Serientäter, der seinen Opfern die Köpfe abschlägt und in Kartons deponiert. Es handelt sich um einen Gerechtigkeitsfanatiker, der seinem Vorfahren, einem Henker, nacheifert, und Menschen hinrichtet, die seiner Meinung nach ein Verbrechen begangen haben und der Justiz entgangen sind. Detektiv Michael Brixan soll dem Rächer das Handwerk legen. Er nimmt die Spur in Südengland auf, wo ein Filmteam in der Nähe eines alten Schlosses Außenaufnahmen dreht, darunter auch die reizende Schauspielerin Ruth Sanders. Der Schlossherr ist ein Sadist, der im Keller eine exotische Frau gefangen hält und es auch auf Ruth abgesehen hat. Und der Rächer stellt Brixan eine Falle, die ihn den Kopf kosten könnte.

Besetzung

Heinz Drache: Detektiv Michael Brixan

Ingrid van Bergen: Filmstar Stella Mendoza

Benno Sterzenbach: Sir Gregory Penn

Ina Duscha: Komparsin Ruth Sander

Ludwig Linkmann: Henry Longvale

Siegfried Schürenberg: Major Staines, Chef des Geheimdienstes

Klaus Kinski: Dramaturg Lorenz Voss

Rainer Brandt: Filmstar Reggie Conolly

Friedrich Schönfelder: Filmregisseur Jack Jackson

Al Hoosmann: Kammerdiener Bhag

Maria Litto: Malaiische Tänzerin

Franz-Otto Krüger: Regie-Assistent Frankie

Rainer Penkert: Kameramann

Albert Bessler: Zeitungsmann

Produzent: Kurt Ulrich (Gesamtleitung), Heinz Willeg

Originalmusik: Peter Sandloff 

Kamera: Willi Sohm 

Schnitt: Walter von Bonhorst 

Szenenbild /Bauten:

Willi Herrmann  (als W.A. Herrmann)

Curt Stallmach  (als Kurt Stallmach)

Kostüme: Trude Ulrich 

Maske/Frisuren:

Fredy Arnold: Maskenbildner

Irmgard Förster: Maskenbildner

Herta Schwarz: Maskenbildner

Produktionsleiter (production managers): Hans Lehmann

Ton (Crew): Erwin Jennewein

Kamera-Assistent und Elektrik:

Hannes Fuchs: Kameraführung

Michael Marszalek: Standfotograf (nicht im Abspann)

Sonstige Crew:

Peter Hahne: Produktionsassistent

Heinz Jungmann: Motiv-Aufnahmeleiter

Hans Stani: Motiv-Aufnahmeleiter (als Hanns Stani)

Länge: 2725 m, 100 min.

Land: Bundesrepublik Deutschland

Sprache: Niederländisch | Deutsch

Farbe: Schwarzweiss

Tonverfahren: Mono (Klangfilm-Eurocord)

Altersfreigabe: USA: Approved, Finnland: K-16, Bundesrepublik Deutschland: 16 (nf)

Drehorte: ARRI-Atelier, München (Atelieraufnahmen), West-Berlin

Produktionsfirma: Kurt Ulrich Film GmbH, Berlin

Erstverleih: Europa-Filmverleih GmbH (Hamburg)

 

Edgar-Wallace-Filme sind Spielfilme, die auf Werken des britischen Schriftstellers Edgar Wallace (1875–1932) basieren.

Obwohl es international zahlreiche Verfilmungen von Stoffen dieses Autors gibt, werden heute vor allem die zwischen 1959 und 1972 entstandenen Wallace-Adaptionen der Rialto Film als Edgar-Wallace-Filme bezeichnet. Auch die deutschen Filmproduzenten Artur Brauner und Kurt Ulrich sowie der britische Filmproduzent Harry Alan Towers brachten in den 1960er Jahren echte Edgar-Wallace-Verfilmungen in deutsche Kinos.

Es gab zudem zahlreiche Versuche von Filmproduzenten, an den Erfolg der Wallace-Serie anzuknüpfen und deren Stil zu kopieren. Dies hatte die Entstehung zahlreicher Epigonen und die Bildung eines eigenen, jedoch nie genauer bezeichneten Subgenres zur Folge. Fälschlicherweise werden deshalb gelegentlich auch andere Kriminalfilme der 1960er Jahre als Edgar-Wallace-Filme bezeichnet.

Die Geschichte der deutschen Edgar-Wallace-Filme

1920er und 1930er Jahre

Schon während der Stummfilm-Ära erkannten deutsche Filmproduzenten, dass die Romane von Edgar Wallace leicht zu verfilmen sind. Der erste deutsche Edgar-Wallace-Film Der große Unbekannte entstand bereits 1927 unter der Regie von Manfred Noa. Wallace selbst besuchte das Drehteam des nächsten Films, Friedrich Zelniks Der rote Kreis (1929), in Berlin.

1931 verfilmte Carl Lamac Der Zinker, eines von Wallace' bekanntesten Werken, als Tonfilm. Es folgten die Adaptionen des noch populäreren Romans Der Hexer (1932), ebenfalls von Lamac, und Der Doppelgänger (1934) unter der Regie von E. W. Emo. Danach entstanden zunächst keine Edgar-Wallace-Verfilmungen mehr im deutschsprachigen Raum.

1959 bis 1972

Gerhard F. Hummel, damaliger Programmberater der Constantin Film, erstellte 1955 eine Analyse des Kriminalromans Die toten Augen von London (Originaltitel: The Dark Eyes of London) von Edgar Wallace. Hummel schlug Verleihchef Waldfried Barthel vor, eine deutsche Edgar-Wallace-Filmserie in die Kinos zu bringen. Da auf Fiktion basierende, deutsche Kriminalfilme zu dieser Zeit schlecht besucht waren, rieten Filmproduzenten von einer solchen Unternehmung ab. Das Risiko, mit einer deutschen Wallace-Verfilmung einen finanziellen Misserfolg zu landen, erwies sich als zu groß.

Der dänische Filmproduzent Preben Philipsen, bis 1955 Miteigentümer des Constantin-Filmverleihs und Chef der in Kopenhagen ansässigen Rialto Film, erwarb 1958 den deutschen Prisma-Filmverleih. In dessen Programm wurde für 1958/59 der britische Kriminalfilm The Ringer (dt. Titel: Der Hexer, auch Der Würger kommt um Mitternacht) aus dem Jahr 1952 angekündigt. Nach Sichtung des Films in München beschlossen Preben Philipsen und Waldfried Barthel, den Film nicht in die Kinos zu bringen. Stattdessen entstand die Idee zu einer eigenen Filmserie nach Romanen des britischen Schriftstellers Edgar Wallace. Zum Auftakt wählte man die Verfilmung von The Fellowship of the Frog aus dem Jahr 1925, das bereits ein Jahr später als Der Frosch mit der Maske in deutscher Sprache erschien. 1928 erschien die Erstausgabe beim Wilhelm Goldmann Verlag, seit 1952 war das Werk als Goldmanns Taschen-Krimi Band 1 erhältlich. Daneben erwarb Philipsen bei Verhandlungen mit Edgar Wallace’ Tochter Penelope Wallace die Verfilmungsrechte zu dem Roman The Crimson Circle (dt. Titel: Der rote Kreis) mit einer Option auf weitere Verfilmungen nach Wallace-Romanen.

1959 produzierte die dänische Rialto Film den Film Der Frosch mit der Maske im Auftrag der Constantin Film. Der Film entwickelte sich zu einem großen Überraschungserfolg. Rialto erwarb daraufhin die Exklusivrechte fast aller Wallace-Romane, gründete ein deutsches Tochterunternehmen und steuerte, unbekümmert von den zahlreichen Epigonen anderer Produzenten, dem künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt der Reihe entgegen. Die insgesamt 32 Wallace-Verfilmungen der Rialto Film, die ab 1961 unter der Gesamtleitung des Produzenten Horst Wendlandt entstanden, blieben bis in die späten 1960er-Jahre in Kreativität und treffsicherer Inszenierung federführend.

Ab der Produktion Der Bucklige von Soho (1966) entstanden sämtliche Edgar-Wallace-Verfilmungen in Farbe. Man distanzierte sich zunehmend von den originalen Romanvorlagen, um eigene Geschichten nach Motiven verschiedener Wallace-Stoffe zu kreieren. Damit entsprachen die Filme zwar mehr dem Zeitgeist der späten 1960er Jahre. Dramaturgisch, inhaltlich und inszenatorisch sank das Niveau der Filme jedoch.

1969 begann die Rialto einige Filme von italienischen Firmen koproduzieren zu lassen, um sich lediglich noch mit einem Teil an den Produktionskosten zu beteiligen. Das Publikum blieb diesen Werken zunehmend fern und die Serie endete in der Kinosaison 1972 mit dem Film Das Rätsel des silbernen Halbmonds (Musik: Riz Ortolani). Es war geplant den Film Blutspur im Park unter dem Titel Das Geheimnis der schwarzen Rose als Edgar-Wallace-Film zu veröffentlichen , doch der Film kam dann unter dem erstgenannten Titel heraus .

Fernsehproduktionen

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden bereits einige Fernsehspiele nach Edgar Wallace im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Alle späteren Fernsehproduktionen können hingegen als Versuch gesehen werden, den Erfolg der Edgar-Wallace-Serie der 1960er Jahre wiederzubeleben. So produzierte Rialto Film ab 1995 zwei Staffeln einer Edgar-Wallace-Serie für RTL. Einige der Darsteller aus den alten Edgar-Wallace-Kinofilmen konnten für diese Produktionen gewonnen werden, so unter anderem Eddi Arent, Harald Leipnitz, Gisela Uhlen, Pinkas Braun, Eva Ebner und Friedrich Schoenfelder. Hauptpersonen der ersten Staffel sind Chief-Inspector Nick Higgins (Joachim Kemmer), Inspector Barbara Lane (Julia Bremermann), Scotland-Yard-Chef Sir John (Leslie Phillips) und der pensionierte Inspector Flatter (Eddi Arent). In der zweiten Staffel treten neben Gunter Berger als Chief-Inspector Higgins und Eddi Arent als Sir John Rebecca Immanuel, Petra Kleinert und Mariella Ahrens auf. Die insgesamt acht unterschiedlich langen Filme wurden größtenteils frei nach Edgar Wallace erzählt.

Parodien

1994 produzierte RTL Otto – Die Serie mit dem Komiker Otto Waalkes. Die 13-teilige Reihe bestand größtenteils aus digital bearbeiteten, neu synchronisierten Szenen aus Edgar-Wallace-Filmen. Die Serie wurde eingestellt, nachdem aufgrund der ungeklärten Rechtslage einige Schauspieler beziehungsweise deren Angehörige klagten.

Die 2004 produzierte Filmkomödie Der WiXXer entstand laut Tagline nach keinem Roman von Edgar Wallace. Neben den Komikern Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka und Anke Engelke traten auch die Altstars Wolfgang Völz, Grit Böttcher und Eva Ebner in der erfolgreichen Parodie auf. Ursprünglich wollten die Macher auch Joachim Fuchsberger für das Projekt gewinnen, der allerdings empört ablehnte, als er den Titel hörte.

Nachdem Fuchsberger eine DVD des Films erhielt, sagte er für dessen Fortsetzung Neues vom Wixxer zu. Der Film, in dem auch Chris Howland, Ingrid van Bergen und abermals Wolfgang Völz zu sehen waren, stieß zwar auf weniger Resonanz als der Vorgänger. Dennoch ist eine weitere Fortsetzung unter dem Titel Triple WixXx geplant.

Merkmale der deutschen Edgar-Wallace-Filme

Regie

Kein Regisseur hat den Stil der Edgar-Wallace-Filme mehr beeinflusst als Alfred Vohrer. Der erfahrene Synchronregisseur inszenierte 14 Filme der Serie, darunter Klassiker wie Die toten Augen von London, Das Gasthaus an der Themse und Der Hexer. Die leicht übertriebene Schauspielführung und die pointierte Schnitt- und Zoomtechnik sind für praktisch alle Film- und Fernseharbeiten Vohrers typisch.

Nicht viel weniger Einfluss auf die Serie hatte Harald Reinl, zu dessen fünf Edgar-Wallace-Filmen das erste Werk zur Reihe Der Frosch mit der Maske sowie die Höhepunkte Die Bande des Schreckens und Der unheimliche Mönch zählen. Typische Merkmale der Filme des einstigen Heimat- und Bergfilm-Regisseurs sind stimmungsvolle Außenaufnahmen mit langen Kamerafahrten und -schwenks. Stilmittel, die Reinl vor allem auch in den durch ihn geprägten Karl-May-Filmen angewendet hat.

Die eher routinemäßig arbeitenden Regisseure Franz Josef Gottlieb (drei Filme) und Harald Philipp (ein Film) hatten mit ihren Wallace-Adaptionen eher die Funktion, Vohrers und Reinls Stile zu kopieren. Der Journalist und Stahlnetz-Regisseur Jürgen Roland (zwei Filme) konnte die Serie durch seinen eigenwilligen, fast dokumentarischen Stil mit statischen und kontrastreichen Bildern bereichern. Josef von Báky (ein Film) griff bei der Inszenierung auf seine langjährige Erfahrung als UFA-Regisseur zurück und schuf einen kommerziell erfolgreichen, von Kritikern jedoch oft als antiquiert bezeichneten Wallace-Film.

Akos von Rathony und Helmuth Ashley (jeweils ein Film) wurden hingegen mit der Inszenierung von Wallace-Filmen beauftragt, um innerhalb der Serie neue Akzente zu setzen und mit dem eigentlichen Stil der Serie bewusst zu brechen. Noch mehr traf dies auf die Arbeiten der britischen Regisseure Lawrence Huntington, Freddie Francis, Robert Lynn, John Moxey, Cyril Frankel und des Spaniers Jess Franco (jeweils ein Film) zu. Deren Wallace-Filme waren eher anderen Subgenres wie Gangster-, Agenten- oder Abenteuerfilmen zuzurechnen. Die Filme der Italiener Riccardo Freda, Massimo Dallamano und Umberto Lenzi zählten zur Gattung des Giallo. Trotz wohlwollender Worte der Filmkritik stießen die meisten Versuche, das Genre zu verlassen, beim Publikum auf wenig Erfolg.

Darsteller

Die Besetzung mit bewährten Schauspielern in ähnlichen Rollen war typisch für die Edgar-Wallace-Verfilmungen. Zu den meist reifen und besonnenen Ermittlern zählten Joachim Fuchsberger (13 Filme), Heinz Drache (neun Filme), Siegfried Lowitz (vier Filme), Harald Leipnitz (drei Filme) oder Klausjürgen Wussow (zwei Filme). In den weiblichen Hauptrollen waren meist attraktive, junge Schauspielerinnen wie Karin Dor (fünf Filme), Brigitte Grothum (drei Filme) oder Karin Baal (drei Filme) zu sehen. Zwielichtige Charaktere wurden regelmäßig von Fritz Rasp (fünf Filme), Pinkas Braun (fünf Filme), Harry Wüstenhagen (sechs Filme), Christopher Lee (drei Filme) und vor allem Klaus Kinski (16 Filme) gespielt. Komische Rollen übernahmen Eddi Arent (23 Filme), Siegfried Schürenberg (16 Filme) und Hubert von Meyerinck (vier Filme). Zudem traten immer wieder profilierte Film- und Bühnenschauspieler wie Elisabeth Flickenschildt, Gert Fröbe, Dieter Borsche, Lil Dagover oder Rudolf Forster in wichtigen Gastrollen auf.

Filmtitel

Die Filmtitel, die meist den Romantiteln entsprachen, sollten beim Publikum eindeutige Assoziationen mit dem Genre des Edgar-Wallace-Films hervorrufen. So verbarg sich hinter vielen Titeln ein eindeutiger Hinweis auf den Hauptverbrecher des Films (Der grüne Bogenschütze, Der Zinker, Der Mönch mit der Peitsche u. a.). Weniger eindeutige Romantitel oder frei erfundene Titel wurden gelegentlich mit den Begriffen „Rätsel“ oder „Geheimnis“ verknüpft (Das Rätsel der roten Orchidee, Das Rätsel des silbernen Dreiecks, Das Geheimnis der grünen Stecknadel u. a.). Andere wurden mit einem Hinweis auf den bevorzugten Handlungsort der Filme versehen (Der Fälscher von London, Der Bucklige von Soho, Die Tote aus der Themse und andere).

Handlung

Die Handlungselemente der Edgar-Wallace-Filme waren ähnlich angelegt. So drehte sich das Geschehen vordergründig um einen meist fantasievoll maskierten Hauptverbrecher. Im Gegensatz zum Psychothriller war hierbei das Entlarven des bis zum Finale unbekannten Verbrechers entscheidend (Whodunit). Die Motive der Verbrecherfiguren waren meist Habgier, Rache, Erbschleicherei sowie Mädchen- und Drogenhandel. Im Vergleich mit dem später in Italien entstandenen Subgenre des Giallo spielte bei den Wallace-Filmen die Ermittlungsarbeit der Polizei oder eines privaten Ermittlers eine entscheidende Rolle. Typisch war auch das Einbinden eines weiblichen Opfers, das es vor den Intrigen und den finsteren Machenschaften des Täters zu schützen galt. Dies gelang praktisch im Handlungsverlauf aller Wallace-Filme und nicht selten waren männlicher Ermittler und weibliches Opfer am Ende des Films ein glückliches Liebespaar.

Handlungsort

Der Handlungsort war, wie in den Romanvorlagen, fast immer London und Umgebung, wobei sich die Akteure vorwiegend in alten Schlössern, Herrenhäusern oder Villen bewegten. Auch verruchte Nachtlokale, düstere Blindenheime, Irrenanstalten und finstere Kellergewölbe waren beliebte Haupt- und Nebenschauplätze der Handlung. In späteren Filmen kamen Mädchenheime und -pensionate hinzu.

Die tatsächlichen Drehorte befanden sich aufgrund geringerer Produktionskosten jedoch selten in Großbritannien sondern in Deutschland. So dienten vor allem Straßen in Berlin und Hamburg als Kulisse für London-Szenen. Drehorte für andere Handlungsorte waren zum Beispiel Schloss Ahrensburg, Schloss Herdringen, die Zitadelle Spandau und die Berliner Pfaueninsel. Die Innenaufnahmen entstanden zumeist im Studio Hamburg und in den Ateliers der Berliner CCC-Film. Für die nötige Authentizität in den Filmen sorgten oft allein Archivaufnahmen Londons, die man in die Filme einfügte.

Vorspann

Die meisten Edgar-Wallace-Filme begannen mit einem spektakulär in Szene gesetzten Mord. Dann folgte der Vorspann des Films, der ab 1961 (bis auf zwei Ausnahmen) farbig gestaltet war (der Rest des Films war Schwarzweiß). Schon die Gestaltung der Namensnennung mit blutroten oder giftgrünen Buchstaben sollte einen spannenden Film ankündigen.

Um der Serie einen noch höheren Wiedererkennungswert zu verleihen, wurde der Vorspann der Wallace-Filme ab 1962 mit aus dem Off erklingenden Schüssen und dem Satz „Hallo, hier spricht Edgar Wallace“ eröffnet. Dieser Satz wurde in einigen Fällen von Regisseur Alfred Vohrer eingesprochen.

Filmmusik

Besonders prägnant gerieten auch die Soundtracks der Filme, vor allem die oft reißerische und eingängige Titelmusik. Die Musik von insgesamt 18 Filmen der Serie stammt von Peter Thomas, der mit seinen phantasiereichen Arrangements und modernen Aufnahmetechniken der markanteste und dominanteste Komponist der Serie war.

Während die Soundtracks von Martin Böttcher (fünf Filme), Willy Mattes (zwei Filme) oder Peter Sandloff (ein Film) eher aus zeitlosem Orchestersound mit Easy-Listening-Charakter bestanden, griffen Heinz Funk (drei Filme) und Oskar Sala (ein Film) auch auf neue Techniken der elektronischen Musik und experimentelle Kompositionen zurück.

Bei der deutsch-italienischen Koproduktion „Das Geheimnis der grünen Stecknadel“ war der spätere Oscar-Preisträger Ennio Morricone für die Filmmusik verantwortlich.

Kritik

Trotz ihres großen Erfolgs stießen die Edgar-Wallace-Filme mit Ausnahme der Boulevard- und Tageszeitungen bei fast allen Filmkritikern auf breite Ablehnung. Die zum Teil bis heute zitierten Rezensionen, von denen manche den Wallace-Filmen jeglichen ästhetischen oder künstlerischen Anspruch aberkennen oder einige sogar mit Propagandafilmen des Dritten Reiches vergleichen, müssen heute im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in den 1960er Jahren betrachtet werden. Eine unvoreingenommene, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Edgar-Wallace-Filmen fand bis heute nur ansatzweise statt.

Filmografie

Die frühen Edgar-Wallace-Filme

Der große Unbekannte (D 1927, Produktion der Noa Film)

Der rote Kreis (D 1929, Produktion der Efzet-Film GmbH)

Der Würger (GB / D 1929, Produktion der Gainsborough / F.P.S. Film)

Der Zinker (D 1931, Produktion der Ondra-Lamac-Film)

Der Hexer (D 1932, Produktion der Ondra-Lamac-Film)

Der Doppelgänger (D 1934, Produktion der Ondra-Lamac-Film)

Die Edgar-Wallace-Serie von 1959 bis 1972

Liste aller 38 Edgar-Wallace-Filme zwischen 1959 und 1972, wahlweise sortiert nach Nummer (chronologische Reihenfolge nach Uraufführung), Titel, Produktionsland, Jahr (deutsche Uraufführung) und Besucherzahlen der Erstaufführungen (bis 1967 nach Schätzungen des Constantin-Verleihs, danach analoge Schätzungen).

01  Der Frosch mit der Maske DK / D 1959 Rialto Film 3.200.000

02  Der rote Kreis DK / D 1960 Rialto Film 1.900.000

03  Der Rächer D 1960 Kurt Ulrich-Film 2.500.000

04  Die Bande des Schreckens D 1960 Rialto Film 3.200.000

05  Der grüne Bogenschütze D 1961 Rialto Film 1.700.000

06  Die toten Augen von London D 1961 Rialto Film 3.400.000

07  Das Geheimnis der gelben Narzissen D / GB 1961 Rialto Film / Omnia Pictures 3.500.000

08  Der Fälscher von London D 1961 Rialto Film 2.000.000

09  Die seltsame Gräfin D 1961 Rialto Film 2.600.000

10  Das Rätsel der roten Orchidee D 1962 Rialto Film 1.500.000

11  Die Tür mit den sieben Schlössern D / F 1962 Rialto Film / Les Films Jacques Leitienne 3.200.000

12  Das Gasthaus an der Themse D 1962 Rialto Film 3.600.000

13  Der Fluch der gelben Schlange D 1963 CCC-Film 2.000.000

14  Der Zinker D / F 1963 Rialto Film / Les Films Jacques Willemetz 2.900.000

15  Der schwarze Abt D / F 1963 Rialto Film / Les Films Jacques Leitienne 2.700.000

16  Das indische Tuch D 1963 Rialto Film 1.900.000

17  Todestrommeln am großen Fluss GB / D 1963 Towers of London Ltd. / Constantin-Film 1.500.000

18  Zimmer 13 D / F 1964 Rialto Film / Société Nouvelle de Cinématographie 1.800.000

19  Die Gruft mit dem Rätselschloss D 1964 Rialto Film 1.300.000

20  Der Hexer D 1964 Rialto Film 2.600.000

21  Das Verrätertor D / GB 1964 Rialto Film / Summit Film 1.500.000

22  Sanders und das Schiff des Todes GB / D 1965 Towers of London Ltd. / Constantin-Film 800.000

23  Neues vom Hexer D 1965 Rialto Film 1.800.000

24  Der unheimliche Mönch D 1965 Rialto Film 2.600.000

25  Das Rätsel des silbernen Dreieck GB / D 1966 Proudweeks Film / Constantin-Film 1.000.000

26  Der Bucklige von Soho (erster Farbfilm) D 1966 Rialto Film 2.200.000

27  Das Geheimnis der weißen Nonne GB / D 1966 Rialto Film 1.600.000

28  Die blaue Hand D 1967 Rialto Film 1.700.000

29  Der Mönch mit der Peitsche D 1967 Rialto Film 1.800.000

30  Der Hund von Blackwood Castle D 1968 Rialto Film 1.200.000

31  Im Banne des Unheimlichen D 1968 Rialto Film 1.800.000

32  Der Gorilla von Soho D 1968 Rialto Film 1.700.000

33  Der Mann mit dem Glasauge D 1969 Rialto Film 1.600.000

34  Das Gesicht im Dunkeln I / D 1969 Colt Produzioni / Mega Film / Rialto Film 600.000

35  Der Teufel kam aus Akasava D / E 1971 CCC-Film / Fenix Film 300.000

36  Die Tote aus der Themse D 1971 Rialto Film 1.400.000

37  Das Geheimnis der grünen Stecknadel I / D 1972 Clodio Cinematografica / Italian International / Rialto Film 1.100.000

38  Das Rätsel des silbernen Halbmonds I / D 1972 Flora Film / National Cenematografica / Rialto Film 800.000

Fernsehfilme

Der Hexer (D 1956) (TV-Premiere: 07.04.1956)

Der Mann, der seinen Namen änderte (DDR 1956) (TV-Premiere: 30.09.1956)

Der Mann, der seinen Namen änderte (D 1958) (TV-Premiere: 11.05.1958)

Der Zinker (DDR 1959) (TV-Premiere: 06.06.1959)

Der Hexer (DDR 1962) (TV-Premiere: 18.09.1962)

Der Hexer (D 1963) (TV-Premiere: 29.06.1963)

Das Geheimnis von Lismore Castle (D 1986) (TV-Premiere: 18.05.1986)

Die Katze von Kensington (D 1995) (TV-Premiere: 06.02.1996)

Das Karussell des Todes (D 1995) (TV-Premiere: 20. oder 27.02.1996)

Der Blinde (D 1995) (TV-Premiere: 05.03.1996)

Das Schloss des Grauens (D 1998) (TV-Premiere: 06.04.2002)

Die unheimlichen Briefe (D 1998) (TV-Premiere: 13.04.2002)

Die vier Gerechten (D 1998) (TV-Premiere: 20.04.2002)

Das Haus der toten Augen (D 1998) (TV-Premiere: 27.04.2002)

Whiteface (D 1998) (TV-Premiere: 04.05.2002)

Parodien

Otto - Die Serie (D 1994)

Der WiXXer (D 2004)

Neues vom Wixxer (D 2007)

„Edgar Wallace Mysteries“ in Großbritannien

Die im Londoner Stadtbezirk London Borough of Merton ansässige Produktionsfirma Merton Park produzierte und koproduzierte zwischen 1960 und 1965 insgesamt 47 Verfilmungen im Rahmen der Reihe Edgar Wallace Mysteries. Die unter dem Produzenten Jack Greenwood entstandenen Filme hatten eine jeweilige Länge von etwa 60 Minuten. Auch in dieser Serie traten verschiedene Stammschauspieler auf und mit Bernard Ebbinghouse, Ron Goodwin und Francis Chagrin standen auch einige Komponisten der Serie mehrfach zur Seite. Die von der Instrumentalgruppe The Shadows gespielte Titelmusik Man Of Mystery gelangte in die Top 5 der Charts in Großbritannien. Ähnlich wie in Deutschland nutzte man auch im Rahmen dieser Reihe Wallaces Namen, um Filme erfolgreich zu vermarkten. Weniger als die Hälfte der Filme basiert tatsächlich auf seinen Stoffen. Für die spätere Fernsehausstrahlung der Reihe wurden weitere Filme hinzugefügt, die noch weniger Bezug zu Wallace hatten. So existieren von einigen Filmen zwei verschiedene Versionen, wobei Wallaces Name in der einen gar nicht genannt wird und die andere einfach mit dem üblichen Vorspann der Filmreihe versehen wurde.

Neben Merton Park produzierte auch die Firma Independent Artists Ltd. zwischen 1959 und 1961 sieben Filme, die der Edgar Wallace-Reihe zugeordnet werden. Unklar ist, ob diese Titel bereits als Wallace-Filme uraufgeführt wurden oder erst im Rahmen späterer Aufführungen oder Ausstrahlungen - möglicherweise durch den Verleiher beider Produktionsfirmen, Anglo Amalgamated, - der Reihe zugeordnet wurden. Die Produktionsfirma AP Films veröffentlichte 1960 einen weiteren Film, der der britischen Wallace-Reihe ebenfalls zugeordnet wird (Crossroads to Crime).

Einige Filme der Merton Park-Reihe wurden auch in Deutschland gezeigt. Der Rank-Filmverleih brachte vier Programme ins Kino, die aus jeweils zwei Filmen der Reihe bestanden. Weitere zehn Filme der Reihe liefen 1969 im ZDF. Parallel dazu zeigte das Fernsehen der DDR ebenfalls eine Wallace-Reihe.[1] Am 29. Juni 1972 wurde Schließfach 69 (Locker Sixty Nine) von Regionalprogrammen der ARD gesendet.[2] Am 25. August 2005 wurde Solo für Inspektor Sparrow (Solo for Sparrow) auf DVD veröffentlicht.

Auch von den Filmen Die weiße Falle (The White Trap), Das Landhaus des Dr. Lemming (House of Mystery) und Der Mann im Rücksitz/Der Tod fährt mit (The Man in the Back Seat; ausgestrahlt am 17. März 2004 von Tele 5) der Independent Artists Ltd. gibt es deutsche Fassungen. Wallace findet hier allerdings keine Erwähnung, da die Filme in Großbritannien vermutlich erst später im Rahmen der Edgar Wallace Mysteries ausgestrahlt wurden, als in Deutschland die ursprünglichen Fassungen bereits vorlagen.

Da ein Großteil der Filme in Deutschland nicht aufgeführt bzw. wiederholt wurde, sind die Filme hier relativ unbekannt. In Großbritannien wurde für Mai 2012 die Veröffentlichung der Reihe auf DVD angekündigt. In sieben Box-Sets sollen 54 Filme erscheinen.

Breakout (GB 1959)

Die weiße Falle (The White Trap) (GB 1959)

Urge to Kill (GB 1960)

Clue of the Twisted Candle (GB 1960)

October Moth (GB 1960)

Crossroads to Crime (GB 1960)

Marriage of Convenience (GB 1960)

The Man Who Was Nowbody (GB 1960)

The Malpas Mystery (GB 1960)

Das Landhaus des Dr. Lemming (House of Mystery) (GB 1960)

Der Mann im Rücksitz/Der Tod fährt mit (The Man in the Back Seat) (GB 1960)

The Clue of the New Pin (GB 1961)

Partners in Crime (GB 1961)

Seven Keys (GB 1961)

The Fourth Square (GB 1961)

The Man at the Carlton Tower (GB 1961)

The Clue of the Silver Key (GB 1961)

Attempt to Kill (GB 1961)

Man Detained (GB 1961)

Never Back Losers (GB 1961)

The Sinister Man (GB 1961)

Candidate for Murder (GB 1962)

Backfire! (GB 1962)

Die Rache des Mörders: Sterben müssen sie alle (The Share Out) (GB 1962)

Der Dolch im Rücken: Der Mörder fängt sich selbst (Flat Two) (GB 1962)

Number Six (GB 1962)

Brillanten des Todes: Auch tote Zeugen reden (Time to Remember) (GB 1962)

Schließfach 69 (Locker 69) (GB 1962)

Die Rache des Mörders: Dein Freund, der Mörder (Playback) (GB 1962)

Brillanten des Todes: Solo für Inspektor Sparrow (Solo for Sparrow) (GB 1962)

Der Dolch im Rücken: Der Tod kam schneller als das Geld (Death Trap) (GB 1962)

Wer einmal hinter Gittern saß (The Set-up) (GB 1963)

Ein teurer Kuß (The 20,000 Pound Kiss) (GB 1963)

Küsse für den Mörder: Zwischenfall um Mitternacht (Incident at Midnight) (GB 1963)

Einer kann gewinnen (On the Run) (GB 1963)

Return to Sender (GB 1963)

Küsse für den Mörder: Bumerang des Todes (Ricochet) (GB 1963)

Die Rechnung geht nicht auf (The Double) (GB 1963)

The Rivals (GB 1963)

Sergeant Fraser (To Have and to Hold) (GB 1963)

Der Partner (The Partner) (GB 1963)

Accidental Death (GB 1963)

Der große Coup (Five to One) (GB 1963)

Downfall (GB 1964)

Denn erstens kommt es anders... (The Verdict) (GB 1964)

We Shall See (GB 1964)

Ein gewisser Mr. Maddox (Who Was Maddox?) (GB 1964)

Act of Murder (GB 1964)

Face of a Stranger (GB 1964)

Never Mention Murder (GB 1964)

Der Diamantenjob (The Main Chance) (GB 1964)

Game for Three Losers (GB 1965)

Change Partners (GB 1965)

Strangler's Web (GB 1965)

Dead Man's Chest (GB 1965)

Epigonen

In den 1960er Jahren wurden auch Verfilmungen anderer Kriminalschriftsteller dem Stil der Edgar-Wallace-Filme so weit wie möglich angepasst. Bekannte Epigonen sind die Dr.-Mabuse-Reihe, die Pater-Brown-Filme, die Bryan-Wallace-Reihe und die Louis-Weinert-Wilton-Reihe.[3]

Die Dr. Mabuse-Filme der 1960er Jahre

Die traditionsreiche Figur des Doktor Mabuse, erdacht als Romanfigur von Norbert Jacques (1880–1954) und bereits 1922 erstmalig von Fritz Lang filmisch umgesetzt, wurde erneut zur Hauptfigur einer ganzen Serie neuer Verfilmungen, die der Filmproduzent Artur Brauner herstellte. Die Rechte zur Verwendung der Verbrecherfigur hatte dieser bereits 1953 erworben.

Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)

Im Stahlnetz des Dr. Mabuse (1961)

Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse (1962)

Das Testament des Dr. Mabuse (1962)

Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963)

Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse (1964)

Die Pater-Brown-Filme

Der Schauspieler Heinz Rühmann war im Zuge der Kriminalfilmwelle Anfang der 1960er Jahre in zwei Filmen in der Rolle des ermittelnden Pater Brown zu sehen. Die populäre Figur stammte von dem englischen Buchautor Gilbert Keith Chesterton. Der Produzent Utz Utermann, der die Filme für die Bavaria Film herstellte, hatte bis 1964 einen dritten Teil geplant, der jedoch nicht realisiert wurde.

Das schwarze Schaf (1960)

Er kann’s nicht lassen (1962)

Die Bryan-Edgar-Wallace-Filme

Nach dem Erfolg seiner Dr.-Mabuse-Filme sicherte sich der Filmproduzent Artur Brauner Namen- und Stoffrechte von Bryan Edgar Wallace (1904–1971), dem Sohn von Edgar Wallace. Dessen Romane handelten eigentlich vorwiegend von Agenten und Weltbeherrschungsplänen. Bei den meisten Filmen wurde lediglich der Name Bryan Edgar Wallace' benutzt und freie, Edgar-Wallace-ähnliche Stoffe erdacht. Die hier genannten Filme sind, sofern nicht anders erwähnt, Produktionen der CCC-Film. Da Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe und Die neunschwänzige Katze zu Dario Argentos „Tier-Trilogie“ gehören, wird der Vollständigkeit halber auch Vier Fliegen auf grauem Samt (1971) als deren letzter Teil mitunter der Bryan-Edgar-Wallace-Reihe zugeordnet. Tatsächlich wurde der Film jedoch nie offiziell als solcher vermarktet.

Das Geheimnis der schwarzen Koffer (1962)

Der Würger von Schloss Blackmoor (1963)

Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963)

Der Henker von London (1963)

Das Phantom von Soho (1964)

Das Ungeheuer von London-City (1964)

Das siebente Opfer (1964)

Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970) (in Koproduktion mit Seda Spettacoli, Rom)

Die neunschwänzige Katze (1971) (Produktion der Terra Filmkunst in Koproduktion mit Seda Spettacoli, Rom, und Labrador Film, Paris)

Der Todesrächer von Soho (1972) (Produktion der Telecine Film- und Fernsehproduktion in Koproduktion mit Fenix Films, Madrid)

Das Geheimnis des gelben Grabes (1972) (in Koproduktion mit Mondial Tefi, Rom, und Inex Film, Belgrad)

Die Louis-Weinert-Wilton-Filme

Der deutsche Autor Louis Weinert-Wilton (eigentlich Alois Weinert, 1875–1945) schrieb einige Romane im Edgar-Wallace-Stil, von denen vier verfilmt wurden. Die Filme wurden, wie die echten Wallace-Filme der Rialto Film, von Constantin-Film verliehen.

Der Teppich des Grauens (1962)

Die weiße Spinne (1963)

Das Geheimnis der schwarzen Witwe (1963)

Das Geheimnis der chinesischen Nelke (1964)

Weitere Filme der Krimiwelle

In den 1960er-Jahren gab es zahlreiche Versuche, weitere Filmserien im Wallace-Stil zu starten oder mit einzelnen, frei erfunden Filmstoffen am Erfolg der Serie teilzuhaben.

Das Rätsel der grünen Spinne (1960)

Die rote Hand (1960)

Sherlock Holmes und das Halsband des Todes (1962) (nach Arthur Conan Doyle)

Die schwarze Kobra (1963)

Die Nylonschlinge (1963)

Das Rätsel der roten Quaste (1963)

Ein Alibi zerbricht (1963)

Piccadilly null Uhr zwölf (1963) (nach Francis Durbridge)

Tim Frazer jagt den geheimnisvollen Mr. X (1964) (unter Verwendung der Figur Tim Frazer von Francis Durbridge)

Das Wirtshaus von Dartmoor (1964) (nach Victor Gunn)

Wartezimmer zum Jenseits (1964) (nach James Hadley Chase)

Hotel der toten Gäste (1965) (nach Heather Gardiner)

Der Mörder mit dem Seidenschal (1966)

Der Würger vom Tower (1966)

Die Pagode zum fünften Schrecken (1967) (von Harry Alan Towers, inspiriert von Edgar Wallace)

Ich spreng’ Euch alle in die Luft – Inspektor Blomfields Fall Nr. 1 (1968)

Darüber hinaus ist der Übergang von Epigonen der Wallace-Filme zu Werken anderer Subgenres oft fließend. Dies betrifft vor allem zahlreiche, oft von deutschen Firmen koproduzierte, Abenteuer- und Agentenfilme sowie Giallos. Auch die Jerry-Cotton-Filmserie weist eine deutliche Stilverwandschaft mit den Edgar-Wallace-Filmen auf.

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