Jordan

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Geschichte des Air Jordan 1

Der Air Jordan 1 startete eine Revolution. Er markiert den Beginn der berühmtesten Sneaker-Reihe der Geschichte und hob die moderne Sneaker-Kultur im Alleingang aus dem Boden. Doch für eine kurze Zeit drohte der raketenhafte Aufstieg in sich zu zerfallen, noch bevor er überhaupt begonnen hatte.

Wir befinden uns im Jahr 1984. Michael Jordan war ein junger Rookie bei den Chicago Bulls und ein heißer Kandidat für Werbeverträge. Sneaker standen hier schon immer hoch im Kurs.

Hinter Jordan lag eine herausragende Saison im Collegebasketball an der University of North Carolina. Damals trug er Converse, er liebäugelte aber auch mit den Schuhen von Adidas. Er traf sich also mit beiden Unternehmen. Ein Vertrag kam jedoch nicht zustande. Nike kam für ihn damals gar nicht infrage. Das ist heutzutage kaum zu glauben, aber er lehnte Meetings mit dem Unternehmen hinter dem Swoosh strikt ab – bis sich seine Mutter Deloris Jordan einmischte. Sie überredete ihn, den Nike-Campus in Oregon zu besuchen.

Mike wollte seine Eltern und seinen Agenten besänftigen. Er besuchte also widerwillig den Campus, was sich als eine der besten Entscheidungen seiner gesamten Kariere erweisen sollte. Er kam nämlich mit einem Vertrag aus dem Meeting, den er sich vorher so nicht einmal erträumt hätte.

Anstatt im Schatten etablierter Athleten wie Magic Johnson und Larry Bird zu stehen (was vielleicht der Fall gewesen wäre, hätte er woanders unterschrieben), stand Michael Jordan dank Nike von nun an im Rampenlicht. Er erhielt mehr Geld als jeder andere Sportler, der zu dieser Zeit einen Vertrag für Sportschuhe hatte. Nike machte ihn zum Gesicht eines Unternehmens, das omnipräsent im Basketball werden sollte. Nike gab ihm seine eigene Sneaker-Reihe. Nike gab ihm den Air Jordan.

Der „verbotene“ Air Jordan 1

Zwischen 1985 und 1986 kam die erste Auflage des Air Jordan 1 auf den Markt. Die Schuhe waren in viele verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Am beliebtesten war jedoch die schwarz-rote Variante, die verkürzt auch „Bred“ (von black und red) genannt wurde.

Diese Farbkombination kam bei der NBA nicht gut an. Schließlich trugen die Spieler vornehmlich weiße Turnschuhe. MJs Breds verstießen gegen die Richtlinien, also sprach die NBA eine Warnung aus: Jedes Mal, wenn du die Schuhe trägst, zahlst du eine Strafe von 5.000 Dollar. Nike gab Jordan Rückendeckung und zahlte bereitwillig die Geldstrafen, die regelmäßig auf Michael Jordan niederprasselten.

Nike machte aus den Verwarnungen der NBA eine Marketingaktion. Der Air Jordan 1 wurde zu einem verbotenen Schuh, der von den Schlipsträgern der Liga verdammt und von den Fans geliebt wurde.

Die Message eines amerikanischen Werbespot aus der Zeit war klar: „Am 15. September schuf Nike revolutionäre neue Basketballschuhe. Am 18. Oktober warf die NBA sie aus dem Spiel. Zum Glück kann die NBA nicht verhindern, dass du sie trägst. Air Jordans von Nike.“

Eigentlich handelte es sich damals um schwarz-rote Nike Air Ships. In diesen Sneakern trat Jordan zu Beginn seiner Saison als Rookie auf den Platz. Sie sahen den Air Jordans aber verblüffend ähnlich. Die Kampagne zementierte den Ruf der Air Jordan 1 als Sneaker für Rebellen.

Ein schlankeres, flacheres Design

Der von Peter Moore entworfene Air Jordan 1 teilte viele Designelemente mit anderen Nike-Basketballschuhen wie dem Air Force 1, dem Vandal und dem Air Ship. Dazu zählen der High-Top-Schnitt sowie der perforierte Zehenbereich. Der Air Jordan 1 war aber schlanker, hatte eine niedrigere Profilsohle und das mittlerweile berühmte Wings-Logo.

In Hinsicht auf heutige Leistungsanforderungen könnte man den Air Jordan 1 als veraltet bezeichnen. Optisch ist der Schuh jedoch durchaus zeitlos.

Der Wert des Air Jordan 1 als Sammlerstück

Heutzutage ein Paar Air Jordan 1 zum Einzelhandelspreis zu ergattern, ist quasi unmöglich. 1985 und 1986 waren die Sportschuhe jedoch nicht annähernd so selten oder beliebt bei Sammlern. Der Air Jordan 1 kam in seiner ursprünglichen Produktionsserie in fast 20 Varianten auf den Markt. Darunter befanden sich eine Reihe von High-Tops, mehrere Low-Tops und auch der ausgefallene Air Jordan 1 KO, auch bekannt als AJKO.

Nike hatte enormen Erfolg und übertraf die erwarteten Verkaufsziele, dennoch wurden zu viele Exemplare des Air Jordan 1 produziert. Dieser massive Überschuss an Produkten führte dazu, dass viele Schuhe in den Regalen Staub fingen. Der ursprüngliche Preis lag bei 65 $. Viele Händler boten die Schuhe aber für weit weniger an.

Der Ladenpreis für einen Air Jordan 1 in der High-Top-Variante liegt heute bei 170 US-Dollar. Bei Wiederverkäufern zahlst du aber weit mehr. Seine Geschichte, die immense Auswahl an Farben und seine einfache Bauweise machen den Air Jordan 1 zu einem begehrten Sammlerstück. Du kannst noch heute originale Air Jordan 1 von 1985 tragen. Andere Schuhe wären nach so vielen Jahren untragbar. Die Schuhe haben aber einen weiteren Vorteil: Sie kosten im Einzelhandel viel weniger als andere Jordans wie der Air Jordan 11 oder der Air Jordan 3.

In der kürzlich ausgestrahlten ESPN-Doku-Serie „The Last Dance“ konnten die Fans einen genaueren Blick auf die Air Jordan 1 „Chicago“ werfen, als Jordan sie in der Umkleidekabine anzog, um sie im letzten Spiel im Madison Square Garden vor seinem ersten Rücktritt im Jahr 1994 zu tragen. Der Sneaker war vorher schon eines der beliebtesten Modelle. Unmittelbar nach der Ausstrahlung der Episode stieg die Nachfrage daher sprunghaft an und die Preise schnellten um fast 100 Prozent in die Höhe.

Die kulturelle Bedeutung des Air Jordan 1

Der Air Jordan 1 gilt immer noch als der erste Schuh, der einen bedeutenden Einfluss auf Sport, Mode und die Popkultur ausübte.

Ohne den Air Jordan 1 hätten die heutigen NBA-Spieler vielleicht nicht die gleiche Freiheit, Turnschuhe mit ausgefallenen Farben und Mustern zu tragen.

Der Air Jordan 1 verschaffte außerdem vielen Schuhen wichtige Nebenrollen in Film und Fernsehen. In Spike Lees Nola Darling von 1986 trägt die Figur Mars Blackmon ein Paar der angehenden Kultschuhe. Später wurde Blackmon eine wichtige Werbefigur für Nike und die Air Jordans.

Der Einfluss der Air Jordans auf die Skate-Kultur

Der Air Jordan 1 ist nicht nur bei Basketballfans beliebt, sondern hat auch einen besonderen Platz in den Herzen vieler Skater. Die gute Verfügbarkeit, der niedrige Preis und die Stabilität spendende High-Top-Konstruktion machten den Schuh durchaus interessant bei Skatern. Der rebellische Flair, den die Schuhe versprühten, erledigte den Rest. Es schien, als sei der Air Jordan 1 explizit für Skater entworfen worden.

Die Beliebtheit der Schuhe bei Skatern ist nicht an Nike vorbeigegangen und so wurden mehrere Air Jordan 1 speziell für Skater zusammen mit Nike SB entworfen.

Die begehrtesten Farbvarianten des OG Air Jordan 1
  • Air Jordan 1 „Banned“
  • Air Jordan 1 „Chicago“
  • Air Jordan 1 „Royal“
  • Air Jordan 1 „UNC“
  • Air Jordan 1 „Black Toe“
  • Air Jordan 1 „Shadow“
  • Air Jordan 1 „Storm Blue“
Die begehrteste Retro-Farbkombinationen und Kollaborationen
  • Air Jordan 1 "Shattered Backboard“
  • Off-White x Air Jordan 1 "Chicago“
  • Travis Scott Cactus Jack x Air Jordan 1 High
  • Travis Scott Cactus Jack x Air Jordan 1 Low
  • Air Jordan 1 „Bred Toe“
  • Air Jordan 1 „Game Royal“
  • Off-White x Air Jordan 1 „UNC“
  • Union LA x Air Jordan 1 „Black Toe“
  • Union LA x Air Jordan 1 „Storm Blue“
  • Melody Eshani x Air Jordan 1 Mid SE „Fearless“
  • Dior x Air Jordan 1 High
  • Dior x Air Jordan 1 Low